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Wissenschaft und Forschung

Corona-Impfstoff-Entwickler: Was Türeci und Şahin berührt

Nicola Kuhrt
Medizinjournalistin
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Nicola KuhrtSamstag, 02.01.2021

Zugegeben: Sie sind die Menschen der Stunde. Es ist das Thema weltweit. Es gibt schon viele Texte über diese beiden Forscher, ihr Unternehmen BioNtech und den Impfstoff BNT162b2 gegen Corona. Die Reaktionen überschlagen sich ("Kometenhafter Aufstieg", "Popstars"). 

Normalerweise empfehle ich lieber weniger bekannte Menschen und Texte. Eine Ausnahme aber ist obligatorisch für dieses lange und wichtige Interview mit Özlem Türeci und Uğur Şahin. Weil es wichtige Einschätzungen enthält, für unsere momentane Situation in der Corona-Pandemie und auch für unserer aller Zukunft. Wichtige Punkte, die derzeit viele umtreiben, werden durch Türeci und Şahin ausgeruht berichtet, eingeordnet und verständlich. 

Ein Beispiel: Die Mutation aus Großbritannien, die mittlerweile in vielen Ländern der Welt aufgetaucht ist.

SPIEGEL: Das heißt, die in England aufgetauchte, offenbar deutlich ansteckendere Mutation macht Ihnen keine Sorgen? 
Şahin: Nicht, was die Wirksamkeit des Impfstoffs angeht. Auch wenn mehrere Mutationen vorliegen, ist die eigentliche Struktur des Virusantigens um weniger als ein Prozent verändert. Wir testen, ob unser Impfstoff auch diese Variante neutralisieren kann, und wissen bald mehr. Was mich sorgt, ist, dass die Mutante offenbar in Patienten mit einem unterdrückten Immunsystem entstanden ist. Dort hatte das Virus freie Bahn und Monate Zeit, sich zu optimieren. Das könnte bedeuten, dass es immer wieder Biotope geben wird, in denen es sich verbessern kann. Über dieses Problem müssen wir uns mittelfristig Gedanken machen.

Informationen gibt es etwa auch zur Frage, wie lange der Schutz durch die Impfung anhält:

Türeci: Zunächst erwarten wir, dass die Immunität durch die Impfung mindestens so lange anhält wie die natürliche nach einer Infektion. Und wir wissen, dass wir mit der zweiten Dosis die Immunantwort des Körpers weiter steigern. Das heißt: Man könnte mit einer dritten Injektion, ein Jahr später etwa, sogar einen noch größeren Effekt erzielen. Am Ende ist das alles Hardcore-Wissenschaft. Die Daten werden zeigen, was zu tun ist.

Eine sehr ausführliche Einordnung gibt es zum Thema Impfstoff-Mangel und was von politischen Forderungen zu halten ist, den Impfstoff jetzt einfach an andere Hersteller zu lizensieren:

Şahin: Die Herstellung von mRNA-Impfstoffen in Arzneimittelqualität ist alles andere als trivial. Da kann man nicht einfach umschalten, sodass statt Aspirin oder Hustensaft plötzlich Impfstoff hergestellt wird. Der Prozess braucht jahrelange Expertise und eine entsprechende bauliche und technologische Ausstattung. Wir haben diese Kompetenzen über zehn Jahre aufbauen müssen. Und wir haben die Produktionskapazitäten schon während der klinischen Entwicklung des Impfstoffes ausgedehnt, um mehr als eine Milliarde Dosen herstellen zu können.

Ganz nebenbei und zwischendurch gibt es auch ein wenig Privates zu Özlem Türeci und Uğur Şahin. Ich bin immer wieder beeindruckt.

Türeci: (...). Das ganze Jahr war mehr oder weniger rastlos. Zwischendurch hatten wir immer mal kurze Momente, um innezuhalten und Eindrücke auf uns wirken zu lassen, etwa als uns Kollegen Bilder vom Impfstart geschickt haben. Zu sehen, wie unsere Arbeit endlich bei den Menschen ankommt, hat uns sehr berührt.

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