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Ideen und Lösungen

Klimaschutz: Walisische Regierung stoppt Neubau von Straßen

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin

"Wie kann die Klimakrise gelöst werden?" ist die Frage, die mich beruflich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

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Daniela BeckerMontag, 23.08.2021

Kürzlich twitterte der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) folgendes:

@bundnaturschutz will 1500km Straßen in Bayern verhindern. Ein für Grüne typisch einfältiger Vorschlag! Neue Radwege sind GENAUSO wichtig wie gute Straßen für z.B. klimafreundliche E-Autos. Menschen sollen den für sie besten & sauberen Verkehrsträger frei wählen.

Der Bund Naturschutz ist eine überparteiliche Organisation, die sich um mehr Naturschutz bemüht – auch der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist zum Beispiel Mitglied beim Bund Naturschutz, aber das nur am Rande.

Hier soll es um die unlautere Gleichsetzung des Baus von Radwegen und Autostraßen gehen.

Tatsächlich gilt für beide Infrastrukturen der Grundsatz „Build it, and they will come“: Mehr (sichere) Fahrradwege locken mehr Radfahrer*innen, mehr Autostraßen verursachen mehr Autoverkehr. Das sagt einem nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern ist auch ein sehr gut erforschtes Phänomen.

Radwege sind aber ein Angebot für ruhigen, sicheren, preisgünstigen, sozial-gerechten, klimafreundlichen und gesundheitsfördernden Verkehr. Individueller PKW-Verkehr verursacht jede Menge Umwelt- und Klimaprobleme, der Neubau von Straßen zerstört Natur und Lebensraum vieler Tiere und verursacht Zersiedelung. 

Nichtsdestotrotz gilt in weiten Teilen der deutschen Politik der Bau von Straßen als Lösung von Verkehrs– und Stauproblemen. Im Wahlprogramm der Union wird der Bau von Umgehungsstraßen gar als Klimaschutzmaßnahme tituliert.

Die eigentliche Lösung des Stauproblems heißt jedoch: Weniger Autos, weniger Straßen. Und stattdessen mehr aktiver Verkehr: Fahrrad und Zufußgehen. Sowie natürlich kostengünstiger, sicherer und verlässlicher öffentlicher Nah- und Fernverkehr. Dies sind die sauberen Verkehrsmittel, von denen Andreas Scheuer sprechen und vor allem investieren sollte. Denn bis heute haben viele Menschen einfach nicht die Möglichkeit Busse, Trams, Züge, Fahrräder zu nutzen, weil es die Angebote nicht oder zu wenig gibt.

Zurück zum Ausgangstweet: Den Neubau von Straßen verhindern ist keine irrlichternde Idee des Bund Naturschutz, sondern wird von vielen Klima- und Umweltschützern und auch Verkehrsexperten empfohlen – und fließt auch bereits in Regierungsprogramme ein.

Die walisische Regierung hat zum Beispiel kürzlich alle neuen Straßenbauprojekte vorläufig gestoppt. Begründung: Ansonsten könne man die Klimaschutzziele des Landes nicht erreichen.

Der stellvertretende Minister für Klimawandel, Lee Waters, sagte vor dem walisischen Parlament: 

“In the next 10 years, we are going to need to more than double all the cuts we have managed over the last 30 years if we are going to keep temperature rises within safe limits. That means changes in all parts of our lives. Transport makes up some 17% of our total emissions and so must play its part.
We need a shift away from spending money on projects that encourage more people to drive, and spend more money on maintaining our roads and investing in real alternatives that give people a meaningful choice.”
Klimaschutz: Walisische Regierung stoppt Neubau von Straßen

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