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Annette Kerckhoff
Gesundheitswissenschaftlerin

BSc Komplementärmedizin MSc Gesundheitsförderung. Seit 1990 freie Journalistin Schwerpunkt Gesundheit/Komplementärmedizin. Arbeite fest in der Patientenaufklärung für Natur und Medizin e.V.. und die Uniambulanz Witten/Herdecke.

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Annette Kerckhoff
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Montag, 24.06.2019

Joghurt und Darm.

Um den Joghurt (ja, es heißt nach Duden "der Joghurt", österreichisch und schweizerisch das Joghurt, ostösterreichsich mundartlich sogar die Joghurt) gab es in der letzten Zeit Wirbel. Zuletzt im Februar waren Artikel überschrieben mit: "Joghurt nützt der Gesundheit kein bisschen".

Vor wenigen Tagen nun machte die Auswertung von zwei Langzeitstudien die Runde, die im Ärzteblatt (mit Registrieren, allerdings auch für Nicht-Ärzte), aber auch in anderen Online-Journalen (ohne Registrieren, wie im verlinkten Text) diskutiert wurde. Sie ergab, dass 2 Portionen Joghurt pro Woche bei Männern mit einem verminderten Risiko von Darmpolypen (die als Vorstufe von Darmkrebs gelten), einhergehen könnten. Zitat aus der Originalstudie:

"In men, compared with individuals without yogurt consumption, men who consumed ≥2 servings/week had a lower risk of conventional adenoma."

Der Zusammenhang wurde auch bei Frauen beobachtet, war aber nur bei Männern signifikant.

Joghurt und Darmpolypen sind ein sehr spezielles Thema. Ich nehme es  zum Anlass für einige allgemeine Überlegungen zum Joghurt: Joghurt entsteht durch die Fermentation von Milchsäurebakterien: Diese wandeln Kohlenhydrate (in der Milch Milchzucker) in Milchsäure um. Die Besiedelung der Darmflora mit Milchsäurebakterien ist vermutlich ein wesentlicher Faktor dafür, warum Joghurt einen gesundheitsfördernden Effekt hat. Der Begriff "Milchsäurebakterien" stammt daher, dass diese Bakterien erstmals in der Milch gefunden wurden, nicht aber, dass sie nur in Milch vorkommen. So enthalten auch vegane Joghurts Milchsäurebakterien, gibt es milchsauer vergorenes Gemüse.

Bezogen auf die vorgestellte Studie würde ich daher die Vermutung aufstellen, dass der beschriebene Effekt nicht unerheblich auf die Wirkung der Milchsäurebakterien zurückgeht. Dies ließe dann den Schluss zu, dass nicht nur der Konsum von Joghurt, sondern  von milchsauer vergorenen Produkten allgemein zweimal pro Woche die Darmflora verbessert.

Joghurt und Darm.
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