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Klima und Wandel

So schnell werden Ölkonzerne nicht klimafreundlich

Alexandra Endres
Journalistin
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Alexandra EndresMittwoch, 02.06.2021

Der Mittwoch der vergangenen Woche war für Klimaschützer ein besonderer Tag. Und zwar aus drei Gründen:

In den USA setzte ein aktivistischer Investmentfonds durch, dass Gregory Goff und Kaisa Hietala in den Vorstand von ExxonMobil berufen wurden. Die beiden

sollen (ExxonMobil-Vorstandschef Darren) Woods und Kollegen klar machen: Die Klimakrise zu ignorieren und nur kosmetisch zu bekämpfen, wie es ExxonMobil seit Jahrzehnten tut, schädigt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Profite der Aktionäre.

Im niederländischen Den Haag verurteilte das örtliche Bezirksgericht den Ölkonzern Royal Dutch Shell, bis 2030 seine weltweiten CO2-Emissionen gegenüber 2019 um 45 Prozent zu reduzieren.

Und wiederum in den USA stimmte eine Mehrheit der Aktionäre des US-Ölmultis Chevron dafür, dass der Konzern Pläne vorlegen solle, um zu zeigen, wie er die Treibhausgasemissionen aus allen seinen Produkten reduzieren wolle. Auch dahinter steckten Klimaaktivisten.

Gerichte, Investoren und Regierungen (zumindest in den USA und Europa) drängen also die Ölkonzerne immer stärker in Richtung Klimaschutz. Doch die bewegen sich weiterhin nur sehr langsam (wenn überhaupt).

Warum, beschreibt Bernhard Pötter im hier gepiqden taz-Artikel:

Exxon Mobil... sieht für weitere 20 Jahre eine stabile Nachfrage nach Öl und Gas. (...) Der Konzern wettet also auf das Scheitern der Klimapolitik.

Auch in der gesamten Ölbranche deutet wenig auf ein Umlenken hin. „Immer noch fließen 99 Prozent der Investitionen der Öl- und Gasindustrie in ihr Kerngeschäft“, sagt Timur Gül, Leiter der Abteilung Energietechnologiepolitik bei der IEA.

Zentral sei, "wie ernsthaft die Politik die Dekarbonisierung vorantreibt“, so Gül. Und in einem globalen Maßstab gibt es da derzeit widersprüchliche Signale, wie Kirsten Westphal, Energieexpertin der Stiftung Wissenschaft und Politik beschreibt:

In Europa und den USA und vor allem in Deutschland sei Klimaneutralität „Gesetz und damit gesetzt“, das bedeute langfristig das Aus für Öl und Gas. Das aber lasse weltweit möglicherweise die Preise sinken, wenn jetzt noch maximal gefördert werde. Auch komme aus Asien „ein Nachfragesog, vor allem auch nach Gas, um damit die Kohle zu ersetzen“.

Westphal sagt deshalb:

„Wir bräuchten idealerweise einen gemeinsam verhandelten Ausstiegspfad, national und international.“

Laut einer neue Studie des britischen Thinktanks Carbon Tracker haben acht von zehn großen privaten Ölkonzernen zwar „Netto-Null“-Ziele für Emissionen formuliert. Aber dahinter steckt in den meisten Fällen kein ambitionierter Klimaschutz.

Nur der italienische Eni-Konzern legt sich fest, alle CO2-Emissionen, auch die seiner Kunden, bis 2050 auf Null zu bringen und verspricht Zwischenziele für 2030. Ganz unten auf der Liste: ExxonMobil (...).

So schnell werden Ölkonzerne nicht klimafreundlich

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