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Technologie und Gesellschaft

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Donnerstag, 24.11.2016

Trumps Sicherheitsberater ist mehr als nur problematisch

Seitdem bekannt ist, dass Michael T. Flynn Nationaler Sicherheitsberater von Präsident-elect Donald Trump wird, ist der Ex-General und ehemalige Direktor des Militärgeheimdienstes DIA in den Fokus der Medien gerückt. 

Dieser Fokus liegt allerdings hauptsächlich auf Flynns islamophoben Aussagen oder seiner "Bewunderung" für Putin. Dabei hat Flynn weitaus mehr Dreck am Stecken. Während seiner Zeit als Kommandeur der Joint Special Operations Command (kurz JSOC), einer Kommandoeinrichtung, die hauptsächlich weltweit stattfindende, verdeckte Spezialeinsätze ausführt, waren Flynn und seine Soldaten vor allem für ihre brutalen nächtlichen "Hausdurchsuchungen" in Afghanistan bekannt. 

Etabliert wurde diese Praktik von Flynn während seiner Zeit im Irak. Ziel war in beiden Ländern militante Kämpfer auf diese Art und Weise ausfindig zu machen. Dies ging allerdings mehr als daneben. Dass durch Flynns Einsätze Zivilisten getötet wurden, ist mittlerweile Fakt. Vor allem in Afghanistan, wo derartige Einsätze in abgelegenen Dörfern usw. weiterhin stattfinden, ist die Wut sowie der Widerstand der lokalen Bevölkerung groß - und führt unter anderem dazu, dass Teile von ihr Sympathien für militante Gruppierungen entwickeln. 

Besonders eindrücklich wird dies unter anderem in der preisgekrönten Dokumentation "Dirty Wars" (hier vollständig auf Youtube) des US-amerikanischen Journalisten Jeremy Scahill geschildert. 

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