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Technologie und Gesellschaft

Anke Domscheit-Berg
Publizistin, Unternehmerin, Aktivistin
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piqer: Anke Domscheit-Berg
Sonntag, 17.07.2016

3D Printing und Urheberrecht - eine konfliktträchtige Kombination

Technologische Entwicklungen werden immer schneller. Regulierer versagen immer häufiger dabei, neu entstehende Konfliktlinien zu erkennen und vorausschauend gesetzgeberisch darauf zu reagieren. Immer häufiger hat man den Eindruck, dass diejenigen, welche Gesetze machen, nicht genug verstehen von dem, was technisch möglich ist und dem, was morgen schon mainstream sein wird und daher dringend heutiger Aufmerksamkeit bedarf. Das, was dann an Gesetzen kommt, ist oft kontraproduktiv, innovationshemmend und überflüssig wie ein Kropf - nur nicht problemlösend. Siehe Leistungsschutzrecht. Aber um jenes sinnlose Gesetz gehts in diesem Text nicht, sondern um die vielen offenen Fragen, die sich aus der Kombination von 3D Druck mit dem Copyright ergeben. Unzählige Dinge kann ja inzwischen jeder scannen und nachdrucken oder nachdrucken lassen, ohne irgendwelche Lizenzkosten an irgendwen zu bezahlen - das ärgert viele, für Andere ist es ein Katalysator für Kreativität, Möglichmacher von Autonomie, Demokratisierung der Produktion und/oder Lösung von Problemen. Was im Prozess von Scannen, Datei erstellen, in Druckdatei umwandeln, aus Druckdatei Kopie drucken, nun genau und wie sehr illegal ist, ist gar nicht so genau geklärt. Darum gehts in diesem lesenswerten Artikel und darum, dass wohl am Ende Gerichte durch ihre Praxis klären werden, was die Antworten auf diese Fragen sind. Der Autor beschreibt das dann ganz schlicht mit den Worten:

This is going to get bloody.

Es wäre besser, Parlamentarier*innen hätten sich direkt damit befaßt, am besten schon vor fünf Jahren...

3D Printing und Urheberrecht - eine konfliktträchtige Kombination
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