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Pop und Kultur

Felix Zeltner
piqer: Felix Zeltner
Dienstag, 16.02.2016

Zomba oder wie Malawi fast seinen ersten Grammy gewann

Man kann recht grundsätzlich darüber diskutieren, was es bedeutet, wenn ein amerikanischer Musikethnologe mit Insassen und Wärtern eines Gefängnisses in Malawi, dem schmalen Land zwischen Mosambik, Tansania und Sambia im Süden Afrikas, ein Album aufnimmt und damit für einen Grammy nominiert wird.

Die New York Times schildert es als Triumph der Kultur an einem vergessenen Ort: “Many people across the world who had never heard of Malawi are now saying, ‘There’s a country called Malawi!’” said Chikondi Salanje, 32, who is scheduled to be released in August after serving five years for robbery.

Der Guardian erzählt von der außerordentlichen Hartnäckigkeit eines Mannes: des Amerikaners Ian Brennan. “But right at the end of our time there, one woman said OK, and she got up and sang a song, and as soon as she did that, it was like a dam wall had broken and the floodgates had opened. People were queuing up to sing, one after another, some coming back for a second or third time.”

Die Grammy-Verleihung gestern in Los Angeles hat jedenfalls nur einer besucht - der Amerikaner. Er hat nicht gewonnen, und Malawi hat nicht den ersten Grammy in der Geschichte des Landes. Die 16 Männer und Frauen des Zomba Central Prison, die auf dem Album "I Have No Everything Here" zu hören sind, bleiben Nominierte - und Inhaftierte.

Was auch immer das "Zomba Prison Project" zu bedeuten hat, wer davon profitiert und wer nicht - die Bilder, die Brennans Frau gemacht hat, sind jedenfalls sehenswert. Und dieses bittende Lied hörenswert.

“Some people get jealous and they can think of killing someone’s child without any reason,” Mr. Binamo said. “It is a problem in our communities. People get jealous. Maybe he’s better educated. He’s earning more. He’s doing better.”

“So I’m saying: ‘Don’t kill my child. This child is mine.’”

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