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Pop und Kultur

Karl Bruckmaier
halbfreier Autor für BR, SZ, Kursbuch

Seit 1978 für die öffentlich-rechtliche Verbreitung lauter Musik zuständig, irgendwie ins Reich des Hörspiels hinübergemorpht, Übersetzer von Bruce Sterling, John Fahey, John Lennon, Leonard Cohen und Jack Womack, Slam-Bringer und Slam-Loser, fanatischer Golfspieler

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piqer: Karl Bruckmaier
Dienstag, 15.11.2016

Die Show gestohlen

Am Wochenende ist Leon Russell gestorben, heute in der SZ mein kurzer Nachruf. Was dort nicht Platz hat, ist eine ausführliche Schilderung des Bob Dylan-Auftritts beim „Concert for Bangla Desh" im Jahr 1971. Leon Russell ist dort mit wehender Mähne und rotem Unterhemd in der Band von George Harrssion zugange. Dann sagt Harrisson den lange untergetauchten Bob Dylan an und Leon Russell scheint spontan zu beschließen, die Gunst der Stunde, die Aussicht auf Pop-Unsterblichkeit zu nutzen. Er nimmt - eigentlich Pianist - den Bass in die Hand und hängt ihn sich um. Harrisson schaut komisch, sagt dann Dylan an. Und so steht die ganze Zeit Leon Russell statt des angestammten Bassisten Klaus Voormann neben der schon tot geglaubten Legende. Sowas nennt man „die Show stehlen" (zu sehen ab 1:09:30). Ihr Erzengel dort oben, aufgepasst...

Die Show gestohlen
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