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Pop und Kultur

Jan Paersch
Autor für taz, Jazz Thing, Galore und andere
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piqer: Jan Paersch
Montag, 05.09.2016

Built to Last: Jeff Tweedy und die neue Platte von Wilco - Schmilco

Der Pokal für den albernsten Albumtitel des Jahres geht an, Trommelwirbel, Wilco. Nur ein Jahr, nachdem die weiße Perserkatze eines Flohmarktmalers das Cover von Star Wars (sic!) zierte, wird das Sextett aus Chicago am 9. September Schmilco veröffentlichen. In Michael Roffmans wunderbar ausführlichem long read erläutert Songwriter Jeff Tweedy den Titel: "I just can’t in good conscience do A Moon Shaped Pool right now." Das sei ein wunderbarer Name für eine Radiohead-Platte, aber er habe nicht das Gefühl, dass seine Musik so kostbar sei.

Tweedy gründete Wilco 1994, seitdem driftet die Band Platte für Platte von rohem Alternative Country über Beach-Boys-Pop und Progressive-Rock-Anleihen hin zu etwas, was man einen sehr erwachsenen Folk-Rock nennen könnte, der sich bei aller Schönheit stets die Möglichkeit zur Dissonanz bewahrt. Schmilco, ihr zehntes Album, soll trotz verschrobener Rocksongs ihr bislang sanftestes sein, melancholiegetauchte Miniaturen sind zu erwarten. Der schlaue Tweedy, sonst so rätselhaft und ironisch, gibt sich im Interview derweil wie ein Therapeut: "Nobody gets to choose their emotions; you only get to choose how you react to them."

Built to Last: Jeff Tweedy und die neue Platte von Wilco - Schmilco
7,1
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