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Medien und Gesellschaft

Alexander von Streit
Digitale Schreibmaschine mit anarchistischem Ansatz und bürgerlicher Lebensform = Journalist
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piqer: Alexander von Streit
Donnerstag, 21.07.2016

Willkommen in der Redaktion, Chatbots!

Innovation im Journalismus hat im Zeitalter der Digitalisierung sehr viel mit Software zu tun. Vor allem dann, wenn sie die veränderte Mediennutzung der Leser abbildet. Kein Wunder also, dass Chatbots seit einiger Zeit in der Branche als eines der nächsten großen Dinge gehandelt werden. Denn die textbasierten Dialogsysteme, die sich beinahe spielerisch in unseren Messenger/Chat-Alltag einklinken können, übernehmen automatisiert Aufgaben, die von Redakteuren kaum zu bewältigen sind. 

Doch welche Formen dieses Dialogs nutzen Redaktionen bereits? Johannes Klingebiel hat auf Medium einen kurzen Überblick zu Journalismus-Chatbots veröffentlicht – und diese dafür in drei Kategorien unterteilt: 

  • Konversations-Suchleisten, die nach Eingabe eines Stichwortes oder eines kurzen Satzes Texte zum gewünschten Thema aus dem Angebot des jeweiligen Mediums heraussuchen und zum Lesen anbieten.
  • Die etwas schrägeren Chatbots, die aktiv in einen Dialog mit den Nutzern einsteigen. Sehr schön das Beispiel des TrumpChat, der Neuigkeiten vom Rennen um das Weiße Haus aus der Perspektive Donald Trumps erzählt.
  • Und diejenigen Bots, die eine vorproduzierte Geschichte direkt im Chat mit den Nutzern erzählen. Das Online-Magazin Quartz hat mit einer App vorgemacht, wie eine Geschichte so eine komplett neue Ansprache an die Leser finden kann: Dialog statt Vortrag, auch wenn man sich dabei mit einer Maschine unterhält.
Ob Chatbots am Ende den Leserdialog neu definieren können, wird sich zeigen. Denn die Frage ist, ob die Nutzer tatsächlich Bedarf danach haben. Aber die Zeit ist reif für etwas mehr Mensch-Maschine-Kommunikation im Alltag.
Willkommen in der Redaktion, Chatbots!
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