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Medien und Gesellschaft

Kinder brauchen nicht nur Geschichten, sondern vor allem gute Narrative. Hier sind zwei.

Felix Schwenzel
Internetadept

Ich schreibe seit 1995 gern ins Internet.

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Felix SchwenzelMontag, 22.04.2019

Eben habe ich die sechste Folge der zweiten Staffel American Gods gesehen, in der Mr. Ibis (unter anderem) sagte: „Geschichten sind wahrer als die Wahrheit“. Diese Erkenntnis ist natürlich weitaus älter als die Serie oder die Vorlage von Neil Gaiman. Auf ihr basiert seit Jahrhunderten politische Macht und seit ein paar Jahrzehnten das Marketing von Gütern und Dienstleistungen. 

Heutzutage spricht man natürlich weniger von Geschichten, die wahrer als die Wahrheit sind, sondern von Narrativen oder Framing. Unsere Wahrnehmung von Politik (und unser Konsumverhalten) sind nicht so sehr von objektiver Wahrheit geprägt, auch wenn uns Medien das immer wieder suggerieren möchten, sondern eben von Geschichten, die den Wahrheiten ihren entsprechenden Rahmen geben.

So versuchen derzeit alle möglichen Leute die Fridays-for-Future-Bewegung durch ad-hominem-Angriffe, Ablenkung, die Unterstellung von Ahnungslosigkeit oder Mangel an Professionalität zu delegitimieren und abzuwiegeln. Deshalb ist es um so wichtiger, die Proteste der Jugendlichen mit entsprechenden Geschichten und Narrativen zu unterstützen. Vor ein paar Wochen hat das Christian Stöcker sehr beeindruckend in seiner Kolumne getan, in der er betont, dass die Jüngeren sich nicht länger eine Politik bieten lassen wollen, die sich immer wieder gegen ihre Interessen entscheidet, sei es „aus Rechthaberei, Gier, Rücksichtslosigkeit oder einer Mischung von allem“.

Und jetzt hat Carolin Emcke in der SZ ein wunderbares Narrativ gefunden, dass die Fridays-for-Future-Bewegung in die Tradition anderer großer Bürgerrechtsbewegungen stellt:

Anders als den streikenden Schülerinnen und Schülern unterstellt wird, ist dieser Protest nicht eine Regelverletzung, die Respektlosigkeit vor Regeln artikuliert. Im Gegenteil, die Regelverletzung entspringt dem Zorn über jene Respektlosigkeit, mit der die Regierenden ihre eigenen Versprechen ignorieren und brechen. Dies ist […] eine soziale Bewegung, die Übereinkünfte umgesetzt sehen will.
Kinder brauchen nicht nur Geschichten, sondern vor allem gute Narrative. Hier sind zwei.

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