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Medien und Gesellschaft

Bernd Oswald
Autor, Trainer und Trendscout für digitalen Journalismus
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piqer: Bernd Oswald
Freitag, 02.12.2016

Jochen Wegner: Journalismus muss gespaltene Teile der Gesellschaft ins Gespräch bringen

Ich zähle den Zeit-Online-Chefredakteur zu den besten Denkern im deutschen Journalismus. Sein aktuelles Interview mit Meedia ist wieder ein gutes Beispiel. Lesenswert sind vor allem seine sachliche Verortung des Journalismus nach den Wirren des US-Wahlkampfes und seine Empfehlungen, wie Medien eine sachlichere Berichterstattung hinkriegen können. 

Jochen Wegner: Journalismus muss gespaltene Teile der Gesellschaft ins Gespräch bringen
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Kommentare 3
  1. Gurdi (Krauti)
    Gurdi (Krauti) · vor 12 Monaten

    Der Journalismus tut sich meines Erachtens keinen Gefallen damit, ständig darüber zu meditieren was er denn tun MUSS um dies und jenes wieder zu begradigen.

    Dieses Selbstverständnis des Journalismus hat Ihn erst in diese missliche Lage gebracht. Ich verstehe langsam aber sich auch nicht so recht was es da so umständlich zu analysieren gilt.

    Meiner Meinung nach ist es eigentlich ganz einfach.Erstens, aufhören mit Plattitüden und Etiketten (Prorussisch-westlich, Rechtspopulistisch, Neoliberal , links ,rechts bla bla bla).
    Zweitens, ein kritisches Thema lässt sich doch einfach behandeln, ein Sachartikel der auf jedwede Wertung verzichtet leitet die sachliche Basis für eine Debatte ein dessen konträre Positionen jeweils ein Protagonist(das können auch durchaus mal mehr als 2 Personen sein, statt immer nur schwarz und weiß) vertritt und Kommentiert.

    Was bitte ist daran so schwer? Im Netz hätte man noch die Möglichkeit dass durch Kommentare der Leser zu ergänzen, Votings anzuschließen etc.

    Statt dessen verkompliziert man alles, haut auf die Sozialen Medien(die ich übrigens auch verdummend finde, aber sie sind nun mal da) und dreht sich im Kreis.

    1. Bernd Oswald
      Bernd Oswald · vor 12 Monaten

      wenn es so einfach wäre, würden es die Medien bestimmt auch machen. Ein grundlegendes Problem ist die Reichweite, gerade im Netz, und hier im speziellen in den sozialen Netzwerken. Damit ein Artikel viel oder überhaupt geklickt wird, braucht er eine provokante oder reißerische Überschrift. Und die kommt nicht ohne Etiketten und Schwarz-Weiß-Denken aus. Natürlich nicht bei allen Medien, aber viele verfahren so. Und auf jedwede Wertung zu verzichten: Das klingt gut, ist aber unmöglich. Allein die Auswahl, die ein Journalist trifft, was er berichtet und was er nicht berichtet, ist eine implizite Wertung. Einerseits war es noch nie so spannend, Journalist zu sein, noch nie hatte man so viele Möglichkeiten. Andererseits war es auch noch nie so stressig und kompliziert.

    2. Gurdi (Krauti)
      Gurdi (Krauti) · vor 12 Monaten

      @Bernd Oswald Da mögen Sie recht haben, ich sehe aber meinen Vorschlag auch nirgendwo mal ausprobiert.

      Man könnte ja auch erst mal im Print mit so etwas starten, im Netz gibt es eh kaum Geld zu verdienen. Eine sinnvolle Verquickung mit dem Netz wäre dann durchaus möglich, wobei ich dass dann eher an die Printversion koppeln würde, ergo man kann nur debattieren bzw kommentieren, voten oder sonst was wenn man den Printartikel hat.