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Medien und Gesellschaft

Frederik Fischer
Sub-, Pop- und Netzkulturkorrespondent
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piqer: Frederik Fischer
Mittwoch, 28.03.2018

Die Idee eines öffentlich-rechtlichen Netflix wird jetzt auch vom BR-Intendanten ventiliert.

Es ist richtig und wichtig, Plattformen wie Facebook zu kritisieren. Noch richtiger und wichtiger wäre es, Alternativen zu den Monopolen zu entwickeln – idealerweise nicht-kommerzielle. Keine andere Institution wäre hierfür besser geeignet als die Öffentlich-Rechtlichen (piqs von mir dazu hier und hier). 

Das scheinen nun auch die Öffentlich-Rechtlichen selbst so zu sehen – zumindest einzelne Entscheider, wie der BR-Indendant Ulrich Wilhelm. Schon zum Amtsantritt im Januar, postulierte er die Utopie einer europäischen Super-Mediathek: 

"Jede Änderung des Algorithmus, die ja nie besprochen wird, nie vorangekündigt wird, nie transparent gemacht wird, führt dazu, dass man sofort im Wettbewerb entsprechende Folgen zu tragen hat. Und es wäre sozusagen ein ganz großer Wurf, den Europa leisten könnte, zu dem wir als Teilnehmer natürlich nur einen ganz kleinen Beitrag leisten könnten."

Damals fand die Äußerung kaum Beachtung. Nun, vor dem Hintergrund der aktuellen #DeleteFacebook-Debatte, finden sich innerhalb des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks überraschend weitere FürsprecherInnen, wie Patricia Schlesinger (RBB-Intendantin) und Tom Buhrow (WDR-Intendant). 

Dieser ungewohnte Gestaltungswille wird zwar im Beitrag vom Deutschlandfunk direkt wieder von Bedenken flankiert (technisch komplex, wettbewerbsrechtlich schwer abbildbar, unklare Monetarisierung für private Anbieter), aber die genannten Probleme halte ich alle für lösbar

  • Das Tech-Team des BR hat mit der ARD-Audiothek bereits im kleineren Rahmen bewiesen, dass die technische Kompetenz vorhanden ist.
  • Noch schlechtere Monetarisierungsmöglichkeit als Facebook können die Öffentlich-Rechtlichen den Verlagen kaum anbieten.
  • Wenn die Kartellbehörde allen Ernstes ein solches Vorhaben untersagt, während sich fragwürdige US-Monopolisten fleißig ausbreiten, darf man getrost die geistige Gesundheit der dortigen MitarbeiterInnen anzweifeln.
Die Idee eines öffentlich-rechtlichen Netflix wird jetzt auch vom BR-Intendanten ventiliert.

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Kommentare 2
  1. Bernd Oswald
    Bernd Oswald · vor mehr als 2 Jahre

    Ich bin etwas irritiert über den Ursprung dieser Nachricht. Wo und wann soll BR-Intendant Wilhelm von der "Super-Mediathek" gesprochen haben? Das geht aus dem Beitrag nicht hervor. Hat er wirklich dieses Wort verwendet? Und bevor man diese Idee wirklich beurteilen kann, müsste man wissen, wie genau sich Wilhelm diese "Super-Mediathek" vorstellen? Was soll da drin sein, was nicht, wie lange, wie wäre die Abgrenzung zu den Inhalten von privaten Anbietern?

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor mehr als 2 Jahre

      Wenn es tatsächlich an die Umsetzung geht, müssen natürlich zahllose Details geklärt werden, aber warum in der ersten Reaktion sofort die Bedenkenträger füttern? Selbst wenn am Schluss ein nicht ganz perfektes Produkt steht, ist alleine die Diskussion um öffentlich-rechtliche Alternativen zu den Plattformen und dem zukünftigen Auftrag des ÖRR (zunehmend Infrastrukturanbieter, weniger Inhalteproduzent) imho lohnend.

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