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Forschung zum bedingungslosen Grundeinkommen – international

Gabriele Feile
Ich selbst. Botschafterin & Brückenbauerin.

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Gabriele FeileFreitag, 18.09.2020

Die wissenschaftliche Studie über das "Bedingungslose Grundeinkommen" (wofür man sich übrigens noch bewerben kann), hat eine intensive Debatte ausgelöst. Auch hier auf piqd.

Jetzt gibt es auf der Website von "Mein Grundeinkommen", die Teil der Studie sind und das Geld für 120 3-jährige Grundeinkommen einsammeln, einen Überblick über drei erfolgreiche Experimente aus Kanada, Kenia und Finnland. Die Vorgehensweise war ganz unterschiedlich, und deshalb konnten sehr unterschiedliche Erkenntnisse gewonnen werden:

Kanada:

Das Projekt „Mincome“ hatte ein Budget von 17 Millionen kanadischen Dollar, und Wissenschafter*Innen führten akribisch Buch über den Verlauf.

Die Daten wurden erst Dekaden später von einer Professorin der Medizinischen Fakultät der Universität von Manitoba ausgewertet: Evelyn Forgets.

Sie fand heraus: Zur Zeit von „Mincome“ gingen die Krankenhausaufenthalte in Dauphin um 8,5 Prozent zurück. Es gab weniger Einlieferungen wegen psychischer Störungen, familiärer Gewalt, Auto- und Arbeitsunfällen.

Kenia:

Mit ihrer Organisation "Give Directly" starteten sie 2016 in den ärmsten Dörfern der Welt einen groß angelegten Feldversuch (englisch): Spendengelder sollen direkt an Individuen gehen – ohne zwischengeschaltete Entwicklungshilfeorganisationen oder staatliche Institutionen. Das Geld bekommen sie direkt aufs Handy – ob sie sich davon ihr Dach reparieren oder einen Fernseher kaufen, ist ihnen freigestellt.

Während "Give Directly" in seinen Studien zeigt, wie die Direktspenden zu höheren Einkommen und Vermögenswerten führen, halten Kritiker*innen die Effekte für zu kurzfristig. Investitionen in Trinkwasseraufbereitung oder nicht landwirtschaftliche Unternehmen fänden hingegen nicht statt.

Finnland:

Die spannenden Ergebnisse des finnischen Pilotprojekts wurden politisch und medial oft verkürzt, verzerrt und kleingeredet.

Eine erste Studie fand heraus, dass die Teilnehmer*innen ein stärkeres Vertrauen in sich, ihre Zukunft und sogar in staatliche Institutionen entwickelten als die Vergleichsgruppe. Die Studienleiter*innen erklärten, dass Vertrauen offenbar ein wechselseitiger Effekt ist: Wird den Menschen vertraut, vertrauen auch sie selbst. „Vertrauen ist Kapital, das übertragen werden kann.“

Zu jedem Projekt gibt es im Artikel weiterführende Links, sodass die bisher veröffentlichten Ergebnisse besser verstanden werden können.

Forschung zum bedingungslosen Grundeinkommen – international

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Kommentare 5
  1. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor 8 Monaten

    All diese Studien können natürlich nicht zeigen, wie eine Volkswirtschaft mit bedingungslosen Grundeinkommen und auf Dauer funktioniert. Ansonsten wissen wir wie sie mit Grundeinkommen funktioniert, das haben wir in D bereits - aber mit Bedingungen.

    Natürlich ist es gut, mehr Ressourcen verbrauchen zu können mit diesem Grundeinkommen. Und der Wunsch der Menschen, das zu tun, worauf sie Bock haben ist nachvollziehbar. Nur ist eben eine Gesellschaft darauf angewiesen, das der Großteil der Arbeiten diszipliniert, pünktlich, zuverlässig und mit Kompetenz erledigt werden. Eine Gemeinschaft ohne Disziplin, Zumutung und Anstrengung kann keinen Wohlstand und keine Sicherheit bieten.

    1. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 8 Monaten · bearbeitet vor 8 Monaten

      Und was wäre, wenn wir den Bogen viel, viel, ja noch viel größer spannten? Und nicht querdenken (also innerhalb bestehender Grenzen), sondern radikal neu denken, völlig außerhalb des Status Quo? Und uns einfach mal fragen, warum es überhaupt eine Wirtschaft mit menschgemachten Regeln gibt? Und wofür? Warum ver-brauchen wir Ressourcen statt sie zu ge-brauchen? Was wäre, wenn wir uns eine WIR-tschaft ausdächten?

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 8 Monaten

      @Gabriele Feile Was soll denn das sein. Einfach mal die Gravitation wegdenken und dann zum Mond schweben? Denken kann man alles, ist ganz einfach. Machen nur einiges davon. Ressourcen zu gebrauchen statt zu verbrauchen ist ja nicht neu. Und auch die Wirtschaft ist für uns - nur nicht immer vollendet. Man kann das Ganze nicht komplett vorausdenken - man kann es nur entwickeln.

    3. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 8 Monaten

      @Thomas Wahl Bis zum Mond fliege ich nicht, aber ansonsten schon recht hoch. Da ist der Blick einfach gigantisch ;-). Dafür bin ich halt hier. Und du?

    4. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 8 Monaten

      @Gabriele Feile Manchmal träume ich auch. Ansonsten löse ich reale Probleme und habe Spass beim Lesen, Denken, Kochen, Reisen und mit der Familie ....

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