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Liebe, Sex und Wir

Judka Strittmatter
freie Journalistin und Autorin
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piqer: Judka Strittmatter
Montag, 19.12.2016

Macht uns der Neoliberalismus krank?

Bestimmt wieder ein Text, der entweder gemocht oder gehasst wird, denn in der Bewertung von gesellschaftlichen Phänomenen (und auch sonst) scheint es in heutigen Tagen nur noch Schwarz oder Weiß zu geben. Dabei ist das meiste, was in der Welt passiert, Grau – für nichts wird es nie nur eine alleinige Deutungshoheit geben, dafür schauen wir Menschen mit zu unterschiedlichen Augen auf die Welt. Worin wir uns aber einen, ist die Tatsache, dass wir physiologisch und psychologisch eben ein identischer Biomechanismus sind, und der braucht nun mal das Rudel, die Gemeinschaft, die Verbindung zu anderen. Das ist belegt. Wird dieses Band nachhaltig gestört oder treiben wir uns selbst in die Vereinzelung, dann ist die logische Konsequenz davon Krankheit. Soweit, so tragisch:

„Der Einfluss von Einsamkeit auf die körperliche Gesundheit ist vergleichbar mit dem Rauchen von 15 Zigaretten pro Tag. Offenbar erhöht sie das Risiko eines frühen Todes um 26 Prozent. Das liegt zum Teil daran, dass sie zu einer verstärkten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol führt, welches das Immunsystem unterdrückt."

Es soll auch hier nicht für die Allgemeingültigkeit der Texte aus dem FREITAG plädiert werden (der hier ist ursprünglich aus dem Guardian), aber dieser liefert interessante, wenn auch nicht neue, aber traurige Denkanstöße, die unserer Wachsamkeit bedürfen. Er beruft sich auf Studien und wird – da bin ich mir sicher – die Lebenswelt einer immer größer werdenden Zahl von Menschen widerspiegeln. Durchaus ein Thema, das man am Ende eines Jahres noch einmal im Kopf bewegen kann, bevor dieser in Feiertagsagonie verfällt.

„Wenn soziale Brüche nicht mit derselben Ernsthaftigkeit behandelt werden wie gebrochene Gliedmaßen, dann liegt dies daran, dass wir sie nicht sehen können. Die Neurowissenschaften können dies jedoch sehr wohl."

Macht uns der Neoliberalismus krank?
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