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Liebe, Sex und Wir

Judka Strittmatter
freie Journalistin und Autorin
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piqer: Judka Strittmatter
Donnerstag, 13.10.2016

Ein Scheidungskind rechnet mit den Müttern ab

Na, wenn das nicht mal ein Tabubruch ist, den man zurecht bestaunen darf. Auch wenn er vielleicht als solcher nicht gedacht war, sondern einfach nur die reale Gefühlswelt einer verletzten 16-Jährigen abbilden soll. Trotzdem mutig. Und hoffentlich wirklich nicht seitens des Vaters manipuliert. Denn in der Tat hat das Mädchen recht mit den Dingen, die sie da schreibt. Frauen, das ist auch meine private Beobachtung, benutzen das Kind sehr oft, um sich in einer Scheidungsschlacht, in der sie vielleicht selbst sehr verletzt wurden, zu behaupten. Um dem Mann eine mitzugeben. Und um die Kinder zu behalten. "Rache ist weiblich", sagen Psychologen, und auf einmal klagen Scheidungsmütter die Wichtigkeit der Mutterrolle für das Kind ein, die sie  ansonsten so gern und emanzipatorisch auf beide Schultern verteilt sehen wollen. Schon seltsam. Wie sehr sie ihren Kindern schaden, wenn sie den Vater verteufeln, das schildert das Mädchen hier sehr eindringlich. Zitat:

"Man bekommt das Gefühl, hier wird nicht über einen lebenden, atmenden und vor allem sensiblen und fühlenden kleinen Menschen geredet, sondern mehr über einen Preis, den es zu gewinnen gilt."

Ein Scheidungskind rechnet mit den Müttern ab
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