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Klima und Wandel

Warum wir es lieben, Zeug zu verbrennen

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung sowie für einige Fachzeitschriften.

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Ralph DiermannDienstag, 11.01.2022

Unsere Zivilisation gründet auf Feuer: Wir verbrennen Zeug, um Nahrung zuzubereiten, Gebäude zu heizen, Fahrzeuge anzutreiben und Piqd online zu bringen. Seit hunderttausenden Jahren entzünden Menschen Feuer, um ihr Leben sicherer und angenehmer zu machen.

Und deshalb fällt es uns so schwer, Kohle, Gas und Kraftstoffe zu verabschieden, schreibt Christian Stöcker in seiner „Spiegel“-Kolumne. Rauchende Schornsteine waren viele Jahre Zeichen für Wohlstand und Selbstbewusstsein, Qualm ein Symbol des Fortschritts. Diese Bildsprache ist zwar Vergangenheit – geblieben ist aber die uralte Assoziation „Feuer = gut“, so der Autor.

Stöcker mäandert ein wenig, um seine These zu belegen, und landet dann beim Klimaforscher Stefan Rahmstorf, der von einer „Zeitenwende der Menschheitsgeschichte“ spricht, die sich gerade vollziehe: Vor rund einer Million Jahren habe die Menschheit den Umgang mit Feuer gelernt, so Rahmstorf. „Jetzt sind wir dank der Wissenschaft clever genug, ohne Verbrennen von Zeug zu kochen, zu fahren, unsere Behausungen zu heizen und vieles mehr.“

Dem Feuer stellt Stöcker Energie aus Wind, Schwerkraft und vor allem Sonne gegenüber, die mittlerweile konkurrenzlos billig sei, viel effizienter und vielseitiger einsetzbar. Er schreibt:

„Wir können und müssen, pathetisch gesprochen, das Zeitalter des Feuers hinter uns lassen und das Zeitalter des (Sonnen-)Lichts einläuten. Zur Sonne zur Freiheit, buchstäblich. Dazu müssen wir uns von einigen dissonanzreduzierenden, in Wahrheit absolut irrationalen Umdeutungen verabschieden: Rauch riecht gut, Verbrennungsmotoren klingen schön, Schlote sind Fortschrittssymbole.“

Warum wir es lieben, Zeug zu verbrennen

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Kommentare 1
  1. Dominik Lenné
    Dominik Lenné · vor 7 Tagen

    Ja, einen Auto-Akku mit Strom aufzuladen ist weit weniger sinnlich greifbar, als Benzin in den Tank gluckern zu lassen. Elektrizität ist eine verborgene Kraft, unsichtbar, nur erschließbar über den Umweg des Intellekts. Das ist die Frustration eines Erfahrungswunsches. Dazu kommt die Gewöhnung an die sinnliche Gestalt von Autos, auf die wir uns in Kindheit und Jugend geprägt haben. Auch an Landschaften ohne Windfarmen und quadratkilometergroße Solarkraftwerke, an Häuser mit Ziegeldächer &c pp. Ein Verlust an Vertrautem. Man könnte sogar soweit gehen, dass ein starkes Motiv, die Erderwärmung zu stoppen, ist, "die Welt, wie wir sie kennen" zu erhalten - also auch hier gewöhnt = "gut".
    Positiv ist, dass die Kinder sich ebenso auf Solardächer und E-Autos als "o.k." prägen und irgendwann Ziegeldächer und Brumm-Autos als "seltsam" ansehen werden.

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