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Klima und Wandel

Solarenergie: Der Preisverfall geht weiter – mit enormem Tempo

Ralph Diermann
Energiejournalist

Strom, Wärme und Mobilität – das sind meine Themen. Ich arbeite seit 2008 als freier Energiejournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, die Neue Zürcher Zeitung sowie für einige Fachzeitschriften.

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Ralph DiermannMittwoch, 22.11.2017

Die Kosten der Photovoltaik sind zuletzt rasant gesunken. Doch der Sturzflug ist längst noch nicht vorbei, schreibt Reneweconomy. Die australische Online-Plattform hat jetzt zusammengestellt, welche Gebote sich bei Ausschreibungen von Solarprojekten in jüngster Zeit durchgesetzt haben. In Mexiko zum Beispiel hat der italienische Versorger Enel kürzlich angeboten, Solarstrom für 1,77 Dollarcent pro Kilowattstunde zu liefern. Bei einer Auktion in Saudi-Arabien lag das günstigste Gebot bei 1,79 Dollarcent, in Chile bei 2,1 Dollarcent. Martin Green – einer der weltweit renommiertesten Solarforscher – erwartet, dass wohl noch vor 2020 Preise von unter einem Dollarcent erreicht werden. Vor vier Jahren lag das günstigste Gebot bei einer Auktion noch bei 8,13 Dollarcent.

Betrachtet man allein die Erzeugungskosten, ist die Photovoltaik in Ländern mit starker Sonneneinstrahlung und niedrigen Kosten für die Landnutzung die mit Abstand billigste Technologie – viel billiger als Kohle- und Gaskraftwerke, viel viel billiger als Atommeiler.

Allerdings: Der Preisverfall lässt sich nur zum Teil auf den technischen Fortschritt – auf niedrigere Produktionskosten für Module und andere Anlagenkomponenten sowie auf eine höhere Effizienz – zurückführen. Ein großer Teil geht auf das Konto der Finanzierung. Günstige Zinssätze und geringere Risikozuschläge halten die Kapitalkosten niedrig. Dazu kommt, dass die Projektierer auch deshalb extrem niedrig kalkuliert haben, weil sie ihre Marktposition stärken und ein gewisses Projektvolumen sichern wollen, etwa um Know-how und Lieferketten zu erhalten.

Solarenergie: Der Preisverfall geht weiter – mit enormem Tempo

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