Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Klima und Wandel

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
Zum piqer-Profil
piqer: Nick Reimer
Dienstag, 25.04.2017

Die Schwachstelle in der Klimaforschung

Bis heute spielt die sozialwissenschaftliche Forschung zum Klimawandel und Klimaschutz in den deutschsprachigen Ländern eine vergleichsweise geringe Rolle. Das ist zumindest Ergebnis einer Recherche von klimafakten.de. Das Portal untersuchte die öffentliche Forschungsförderung, in der weiterhin Disziplinen wie Physik oder Biologie, Geowissenschaften oder Umweltverfahrenstechnik stark finanziert werden. Während es eine breit angelegte naturwissenschaftliche Klimaforschung gibt, ist der Anteil der Sozialwissenschaften an Forschungsprojekten zum Klimawandel gering. Dabei hilft immer besseres Wissen etwa über die Atmosphärenchemie wenig bei der anstehenden Transformation von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Insgesamt fördert das Bundesforschungsministerium derzeit 14 Programme, die sich mit dem Klimawandel befassen. Davon beschäftigt sich die Hälfte mit ausschließlich naturwissenschaftlicher Materie. Zwei der Projekte sind rein sozialwissenschaftlich und arbeiten zu ökonomischen Fragestellungen – der Rest der Projekte ist interdisziplinär, aber oftmals mit einem deutlichem Schwerpunkt auf Naturwissenschaften.

Unter jenen Programmen mit sozialwissenschaftlichem Anspruch laufen insgesamt 20 Projekte, die einen direkten sozialwissenschaftlichen Bezug haben. Zwei davon können der Klimakommunikation zugeordnet werden: Unter der Maßnahme „Nachwuchsgruppe Globaler Wandel -4+1" läuft das Projekt EnergyCultures, das zur „wechselseitigen Verknüpfung von Energie mit gesellschaftlicher Ordnung und Kultur (=Energiekulturen)" forscht und herausfinden will, „wie ein solcher kultureller Wandel beeinflusst werden kann". Bei der Maßnahme „Nachwuchsförderung Sozial-ökologische Forschung" gibt es einen Klimakommunikationsbezug im Projekt „Rebound-Risiken und Suffizienz-Chancen" – hier sollen „Konzepte für ein suffizienzorientiertes Marketing" entwickelt werden.

Allerdings gibt es kein Forschungsprojekt, das psychologische oder verhaltenswissenschaftliche Fragen stellt. Ein Schwachpunkt

Die Schwachstelle in der Klimaforschung
7,1
5 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied für unter 4€ pro Monat!