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Klima und Wandel

Die Klimaerhitzung kippt die Erde Richtung Osten

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
Zum piqer-Profil
Nick ReimerDonnerstag, 29.04.2021

Die genaue Position der Erdachse hängt von der Massenverteilung des Planeten ab. Deshalb bringt die Klimaerhitzung auch die Rotation der Erde durcheinander: Eine Arbeitsgruppe der Chinesischen Akademie der Wissenschaften untersuchte mit einem mathematischen Modell die allgemeine Drift der Achse. Dabei stellten sie fest: Die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre verschiebt auch die Erdachse.

Früher driftete die Erdachse um etwa zehn Zentimeter pro Jahr Richtung Südwesten. Doch in den 1990er Jahren änderte sich das plötzlich, die Driftbewegung verschob sich um etwa zehn Grad nach Osten. Als Grund dafür machen die Wissenschaftler die schmelzenden Gletscher an den Polen verantwortlich, denn dadurch ändert sich die Massenverteilung des Planeten, etwa weil der bis zu 3.300 Meter hohe Eispanzer auf Grönland abschmilzt.

Was genau diese Erdachsen-Verschiebung für den Planeten bedeutet, ist weitgehend unerforscht. Sicher ist indes, dass sie das heutige Leben verändern wird. Deshalb warnen Wissenschaftler auch eindringlich vor Kippelementen, zu dem auch das grönländische Eisschild zählt: Steigt die globale Temperatur über einen kritischen Punkt, beginnen die obersten Schichten zu schmelzen. Die Oberkante sinkt dann in immer wärmere Luftschichten nach unten, was das Tauen beschleunigt. Umkehren lässt sich der Prozess vom Menschen dann nicht mehr, weil es Eiszeit-Temperaturen bräuchte, damit der Eispanzer über lange Zeit wieder auf seine heutige Größe wachsen könnte.

Bei welcher Temperaturschwelle genau das unaufhaltsame Abtauen ausgelöst wird, ist unklar. Forscher vermuten sie irgendwo zwischen 1,5 und zwei Grad Erderhitzung. Vor allem an den Rändern taut das Grönland-Eis schon lange, von 1992 bis 2018 sind etwa 3,9 Billionen Tonnen Eis geschmolzen und ins Meer geflossen. "Und was in Grönland schmilzt, lässt auch bei uns den Meeresspiegel steigen", erklärt Boris Koch, chemischer Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. "Taut der grönländische Eispanzer komplett ab, steigt allein dadurch der Meeresspiegel um sieben Meter."

Offensichtlich nicht die einzige Folge: Ohne Grönlandeis hat die Erde eine Unwucht. Und auch auf dem anderen Pol schmelzen bereits die Gletscher.

Die Klimaerhitzung kippt die Erde Richtung Osten

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