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Kopf und Körper

Christian Gesellmann
Autor und Reporter
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piqer: Christian Gesellmann
Dienstag, 04.10.2016

Schamane unter uns

Viele der bekanntesten Künstler litten unter Schizophrenie, von Vincent van Gogh über Fredèric Chopin bis Rainer Maria Rilke. Von dem deutschen Dichter ist überliefert, dass er eine Behandlung der Krankheit ablehnte mit den Worten: "Nehmt mir nicht die Dämonen, denn meine Engel könnten mit ihnen fliehen."

Autor Stephen Mitchell, der viele von Rilkes Werken ins Englische übersetzt hat, drückt es so aus: “He was dealing with an existential problem opposite from the one that most of us need to resolve: Whereas we find a thick, if translucent, barrier between self and other, he was often without even the thinnest differentiating membrane."

Etwa ein Prozent der Menschen leiden unter Schizophrenie, ein Phänomen, das in jeder bekannten Gesellschaft auf der Welt auftritt. Schizophrene Menschen haben oft Probleme, zwischen sich und anderen Menschen oder Dingen zu unterscheiden. Das kann die extrem hohe Empathiefähigkeit zur Folge haben, die die großartige Kunst von Rilke, Chopin und van Gogh schuf.

Dieser Artikel erläutert, wieso Schamanismus und Schizophrenie im Wesentlichen wohl das gleiche Phänomen sind und warum Schizophrenie in Entwicklungsländern häufig milder verläuft und sehr viel öfter geheilt werden kann - und welche Lehren für die westliche Behandlungspraxis daraus zu ziehen sind.

Vor allem wirft der Artikel aber auch ein wahnsinnig interessantes Licht darauf, wie unsere Gesellschaft mit ihren Kranken umgeht.

Schamane unter uns
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