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Kopf und Körper

Nicola Kuhrt
Medizinjournalistin
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piqer: Nicola Kuhrt
Donnerstag, 24.05.2018

Künstliche Intelligenz: Diesmal mit Gefühl

Die Menschheit ist bald am Ende, heißt es. Oder: Gehört die Zukunft der künstlichen Intelligenz? Wer mehr über Automatisierung, künstliche Intelligenz und das derzeit viel diskutierte revolutionäre Potenzial der Technologie wissen möchte, kann dafür sehr viel Geld bezahlen und auf einer schicken Tagung eines deutschen Wirtschaftsmagazins gepflegt über Moral und Maschinen debattieren. Die Bundeskanzlerin kommt auch. Wer sich einfacher und nicht minder kompetent über die Zukunft der Menschheit informiert möchte, der liest einfach das Hintergrundstück „Das richtige Gefühl“ auf Spektrum.

Eva Wolfangel beschreibt, warum Emotionen nützlich für kognitive Prozesse sind, und was es nützt, wenn ein Roboter Angst hat oder Stress empfindet – und was dies nun wiederum mit dem Menschen zu tun hat. Hier ist die Forschung noch am Anfang.

Aber wenn wir das gesamte emotionale System modellieren können, verstehen wir viel besser, wie alles zusammenhängt. Davon profitieren noch andere Disziplinen.

So setzten Psychologie und Psychiatrie Hoffnung in die Roboter-Forschung, schreibt Wolfangel. Auf diesem Weg könne man eigene Theorien überprüfen. Ein kognitives Bias kann gut sein, im Fall eines Traumas jedoch auch ein Problem, erklärt einer der befragten Forscher.

So untersucht sie gerade die „obsessive compulsive disorder“, eine Zwangsstörung, bei der Patienten zwanghafte Handlungen vollziehen. Sie schauen etwa zehnmal nach, ob der Herd aus ist, bevor sie das Haus verlassen. „Wir untersuchen mittels der Roboter den Stress, den sie dabei haben, Entscheidungen zu fällen, und wie sich eine hormonelle Behandlung beispielsweise mit Dopamin darauf auswirkt.

Wer genauer hinter die Funktion von Emotionen schaut, entdeckt, dass erstaunlich viel Logik dahintersteckt – wenn auch komplexe Logik.

Künstliche Intelligenz: Diesmal mit Gefühl
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