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Kopf und Körper

Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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piqer: Theresa Bäuerlein
Dienstag, 23.08.2016

Ist es fair, Trump aus der Ferne zu analysieren?

1964 haben 1000 amerikanische Psychiater dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater öffentlich attestiert, er sei nicht in der Lage das Land zu führen. Sie erklärten in einer Umfrage unter anderem, er sei größenwahnsinnig und  hätte ein gottgleiches Selbstbild. Keiner hatte den Mann behandelt. Dafür gab es auch von Ärzten viel Kritik. 1973 beschloss der Verband amerikanischer Psychiater, dass der derartige Ferndiagnose  unzulässig seien. Sie nannten es die "Goldwater Regel".            

In diesen Tagen wird diese Regel oft ignoriert. Weil ein Kandidat zur Wahl steht, der so vielen Menschen Zähneknirschen bereitet, dass Psychiater meinen, Wähler vor ihm warnen zu müssen. Die Rede ist natürlich von Trump. Man muss nicht studiert haben, um zu vermuten, dass der Mann kein, sagen wir, normales psychologisches Profil hat. Aber ist es fair und ethisch korrekt, wenn Experten öffentlich Diagnosen wie "krankhaften Narzissmus" stellen? Ist, wenn es um Trump geht, einfach alles erlaubt? Davon handelt diese spannende Analyse.  

Ist es fair, Trump aus der Ferne zu analysieren?
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