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Kopf und Körper

Barbara Kaufmann
Kolumnistin bei Tageszeitung Kurier, Filmemacherin in Wien

Drehbuchstudium an der Wiener Filmakademie, freie Filmemacherin;
langjährige Radiojournalistin bei Ö1, danach Leitende Redakteurin bei NZZ.at und Bloggerin beim Standard.at;

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piqer: Barbara Kaufmann
Montag, 20.08.2018

Impfen: "Wir haben kein Gefühl mehr für die Risiken von Krankheiten"

Es ist eine Frage, die junge Eltern immer öfter verunsichert: sollen wir unser Kind impfen lassen oder nicht? Der Autor und Filmemacher David Sieveking hat nun genau darüber einen Film gedreht, der demnächst in die Kinos kommt und den gleichen Titel trägt wie das dazu erscheinende Buch, "Eingeimpft". Cornelia Betsch forscht seit vielen Jahren an der Uni Erfurt zu Impfentscheidungen und hat den Film gesehen. Im ausführlichen Interview mit der Zeit erklärt sie, warum sie den Film sehr kritisch sieht. 

Es würde ausschließlich impfkritische Literatur zitiert und auch die Wissenschaftler, die zu Wort kämen, wären durch die Bank als Impfkritiker bekannt. Dadurch würde der Eindruck entstehen, dass es sich bei den Impfskeptikern und den Impfbefürwortern um ein 50:50 Verhältnis handle. Was nicht den Tatsachen entspräche. Das Verhältnis wäre vielmehr laut mehreren Untersuchungen 5:95. Die überwiegende Mehrheit wäre immer noch dafür, die eigenen Kinder impfen zu lassen. Die Impfquote in Deutschland ist damit im europäischen Vergleich im vorderen Bereich . 

Betsch spricht auch ausführlich über Impfrisiken. Das Interview ist mit etlichen Literaturhinweisen verlinkt, die einen genaueren Blick auf die einzelnen Antworten der Expertin ermöglichen. Ein Service, der einen guten Überblick schafft. Betsch räumt auch mit einigen Verschwörungstheorien auf und erklärt, warum wir es Impfungen verdanken, dass wir die Risiken von tödlichen Krankheiten mittlerweile vergessen haben. Das Gespräch wird am Schluss durch ein äußerst informatives Glossar ergänzt, in dem die einzelnen Schutzimpfungen ganz genau aufgeschlüsselt werden, ebenso die Krankheiten, vor denen sie schützen. 

Impfen: "Wir haben kein Gefühl mehr für die Risiken von Krankheiten"
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