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Fundstücke

Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Sonntag, 24.07.2016

Zu viel Auswahl, zu viele Optionen: Was soll ich spielen – und wie?

Vorgestern schrieb ich hier über den Blogger, der die Spiele in seiner Steam-Bibliothek in alphabetischer Reihenfolge spielt. In erster Linie gefiel mir daran der Ansatz, den Berg an Ungespieltem nicht mehr einfach nur schamhaft zu ignorieren, sondern ihn systematisch abzubauen.

Aber das Projekt hat daneben noch einen weiteren interessanten Aspekt: Das strikte lineare Vorgehen von A bis Z befreit nämlich vor allem auch von der quälenden Frage: Was spiele ich als nächstes? Oder auch nur: Was spiele ich heute Abend? Es mag allzu banal klingen, aber je größer die Auswahl, umso schwieriger wird es, sich zu entscheiden. Und wenn dann ein Spiel gewählt wurde, hört es mit den Entscheidungen ja nicht auf: Gerade das zentrale Feature von Open World-Spielen, die relativ große Freiheit, so zu spielen, wie wir wollen, kann zur Qual werden.

Der verlinkte Artikel von Eurogamer.net setzt sich mit der Frage auseinander, ob und wann uns zu viele Optionen zu überfordern drohen. Die mäßig deprimierende Wahrheit ist, dass es für uns als Spielende kaum Wege zurück gibt – denn die wenigsten möchten sich vermutlich künstlich einschränken und das stur alphabetische Vorgehen hat seinen Reiz, ist aber auch eher keine Spaßgarantie. Doch für SpielentwicklerInnen kann das Nachdenken darüber, wie viele Optionen und wie viele Freiheiten ein Spiel seinen SpielerInnen gewährt, durchaus interessant sein.

Zu viel Auswahl, zu viele Optionen: Was soll ich spielen – und wie?
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