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Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Donnerstag, 21.07.2016

Wie ein Blogger seinen "Pile of Shame" abarbeitet – von A bis Z

Wer spielt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Pile of Shame: Einen mehr oder weniger großen Berg an un- oder nicht durchgespielten Titeln, der stetig weiter wächst. Schuld ist natürlich vor allem die digitale Distribution: Selbst Indie-Entwickler können ihre Spiele heute problemlos über digitale Plattformen verkaufen, ein Sale jagt den nächsten und bei unschlagbar günstigen Spielebundles können wir viel zu selten nein sagen. Und plötzlich haben wir viel mehr Spiele in unseren Bibliotheken, als wir spielen wollen - oder können. So rechnet mir das Tool SteamLeft zum Beispiel aus, dass ich satte 1.259 Stunden oder fast 53 Tage bräuchte, um meine Steam-Bibliothek durchzuspielen.

Auch wenn einen solche Zahlen schon ein bisschen erschlagen können: Die meisten kommen mit dieser Belastung vermutlich ganz gut zurecht. Was aber tun, wenn der Blick auf den Pile of Shame dauerhaft für schlechte Laune sorgt? Der Blogger Connor Weightman hat eine eigene Lösung für dieses Problem gefunden: Seit Oktober 2015 spielt er seine Steam-Bibliothek in alphabetischer Reihenfolge von A-Z durch und schreibt darüber in seinem Blog List Oriented. Dafür hat er sich ein paar Spielregeln auferlegt: Er nimmt sich vor, die Titel tatsächlich durchzuspielen. Wenn sie ihm gar keinen Spaß machen, spielt er sie dennoch mindestens eine Stunde lang. Und immer schreibt er anschließend über seine Erfahrungen – meistens, aber nicht zwingend, in Form einer Rezension. Über 400 Spiele muss er nach derzeitigem Stand noch spielen, bevor das Projekt abgeschlossen ist – und das dürfte noch ganz schön lange dauern: Im Moment spielt sich Weightman durch den Buchstaben B.

List Oriented ist nicht nur ein interessanter Selbstversuch, sondern auch eine lesenswerte, stetig wachsende Reise durch die Welt der Spiele, bei der Indie und AAA, alt und neu sowie unterschiedlichste Genres aufeinandertreffen. Und vielleicht führt sie ja sogar dazu, die ein oder andere übersehene Perle im eigenen Pile of Shame zu finden.

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