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Rainer Sigl
Journalist Print/Online/Radio, Blogger; Textarbeiter
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piqer: Rainer Sigl
Sonntag, 15.01.2017

Glück gehabt? Von wegen: Wie Spielemacher den Zufall designen

Das Pachinko-Flipperspiel "Peggle" ist ein seltsames Ding: Können ist kaum vonnöten, um die rasende Kugel zur Highscorejagd durch ein blinkendes Endorphingewitter zu schicken. Ohne Zutun des Spielers klingelt, rattert und blitzt es sowohl auf dem Bildschirm als auch in den Glückszentren der Spielergehirne. In den Momenten, wenn ein besonders spektakulärer Ball Millionenscores abräumt und wir unser Glück kaum fassen können, liegt einer der Hauptreize des eigentümlich populären Spiels. Alles Zufall? Eher nicht. 

“In Peggle, the seemingly random bouncing of the balls off of pegs is sometimes manipulated to give the player better results,” Jason Kapalka, one of the game’s developers, admitted to me. “The Lucky Bounce that ensures that a ball hits a target peg instead of plunking into the dead ball zone is used sparingly. But we do apply a lot of extra ‘luck’ to players in their first half-dozen levels or so to keep them from getting frustrated while learning the ropes.”

In seinem umfangreichen Artikel nimmt Edelfeder Simon Parkin den konstruierten Zufall in "Peggle" als Ausgangspunkt für eine historische Erkundung des Grenzgebiets zwischen Psychologie, Physik und cleverem Erfindergeist - von gezinkten Würfeln über einarmige Banditen bis hin zu Random-Number-Generators in von Millionen gespielten MOBAs wie "League of Legends". 

Ein faszinierender Einblick in ein Thema, das durchaus auch seine problematischen Seiten hat - immerhin geht es auch um Manipulation, Suchtverhalten und das große, große Geld.

Glück gehabt? Von wegen: Wie Spielemacher den Zufall designen
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