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Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Sonntag, 15.01.2017

Grim Fandango und das Ende einer Ära

Manche Spiele sind durchweg gut. Manche Spiele sind ziemlich schlecht. Und manche zählen trotz großer Schwächen zu den besten Vertretern ihres Genres und sind deshalb auch Jahre nach ihrem Erscheinen noch relevant. Das Point-and-Click-Adventure Grim Fandango ist ein solches Spiel. 1998 wagte LucasArts mit dem Abenteuer um Manny Calavera den Sprung in die dritte Dimension. Das bedeutete, dass sich Spieler an eine für Adventures völlig neue Perspektive und Steuerung gewöhnen mussten, die zudem noch nicht ganz reibungslos funktionierte – wohl ein Grund dafür, dass das hochatmosphärische und klug erzählte Abenteuer kommerziell kein großer Erfolg wurde. Grim Fandango war nicht nur das vielleicht ambitionierteste und erwachsenste Adventure seiner Ära – sein kommerzielles Scheitern markierte zugleich auch das Ende dieses goldenen Adventure-Zeitalters.

Mittlerweile wurde Grim Fandango als grafisch und technisch überholtes Remake neu aufgelegt und ist heute immer noch ein Erlebnis. Wer es noch nicht gespielt hat, sollte das unbedingt nachholen. Alle anderen können sich im verlinkten, spoilerhaltigen Video des YouTubers RagnarRox noch einmal in Erinnerung rufen, was das Spiel so besonders macht. Die halbstündige Liebeserklärung an Grim Fandango ist auch deshalb sehenswert, weil sie sich nicht darauf beschränkt, ein Spiel zu porträtieren, sondern zunächst die Geschichte des Point-and-Click-Adventures und den Aufstieg von LucasArts aufarbeitet und damit eine ziemlich kluge Einordnung liefert.

Grim Fandango und das Ende einer Ära
8,3
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Kommentare 2
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor etwa einem Jahr

    Sehr schöner piq. Spiele Grim Fandango seit mehreren Monaten (entsprechend sporadisch) in der iPad-Version mit Entwickler-Kommentaren. Gerade die Kommentare machen wieder bewusst, wie mutig das Spiel für die damalige Zeit war. Und tatsächlich hat Grim über die Jahre eher an Reiz gewonnen. Warum man sich damals für diese Art der Steuerung entschieden hat, bleibt mir aber ein Rätsel. Ich kann mich noch gut erinnern, wie häufig ich früher am Keyboard saß und fluchte. Jetzt, in der iPad-Version lässt sich das Spiel so komfortabel steuern wie jedes anderen Point&Click-Adventure.

    1. Sonja Wild
      Sonja Wild · vor etwa einem Jahr

      Ja, die Steuerung war ein Trauerspiel. Ich weiß auch noch, dass ich damals an manchen Stellen ewig hing, weil ich wichtige Hinweise dank der zickigen Steuerung übersehen habe oder etwas nicht so funktioniert hat, wie es gedacht war. Die Remastered-Versionen sind wirklich ein Glücksfall, weil sie zeigen, wie gut Grim Fandango mit angepasster Steuerung funktioniert - ein echter Klassiker.