Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge - um den Dienst bereitzustellen, Seitenzugriffe zu analysieren und auch um Werbung zu personalisieren. Informationen über die Nutzung von piqd werden dabei auch an Dritte weitergegeben.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Flucht und Vertreibung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
Zum piqer-Profil
piqer: J. Olaf Kleist

Mit Trump in den USA, Le Pen und Pegida in Europa: Wo können sich Migranten besser integrieren?

Angesichts des Erfolgs, den Demagogen in den USA und in Europa mit ihrer Rhetorik gegen muslimische Flüchtlinge feiern, stellt sich die Frage, wo sich Neuankömmlinge besser integrieren können. Nun ist der Begriff der Integration sehr vage und kann ganz unterschiedliche Maßstäbe anlegen, die oft schwer zu messen sind – und auch nur gegenüber Migranten angelegt werden (niemand fragt, wie sehr Pegida integriert ist). Und doch ist es gerade für Migranten eine wichtige Frage, ob und wie sie oder ihre Kinder von 'neuen' Mitbürgern zu 'vollen' Mitbürgern der Gesellschaft werden können, und was es dafür bedarf, beispielsweise nicht diskriminiert zu werden.

Entgegen des Titels dieses Artikels ist die Antwort auf die Frage – USA oder Europa? – nicht so klar. Wie die zitierten SozialwissenschafterInnen Richard Alba und Nancy Foner, die sich seit vielen Jahren mit diesen Fragen beschäftigen, betonen, gibt es rechtliche und sozialstaatliche Vorteile in Europa, ökonomische und kulturelle in den USA – wobei dies von Person zu Person unterschiedlich ist.

Ein wichtiger Aspekt, dem wir uns als eine Einwanderungsgesellschaft im Werden bewusst sein müssen: Integration ist keine Einbahnstraße. Aber das heißt eben nicht, wie die USA zu werden, sondern zu überlegen, wie wir unsere Gesellschaft für neue Mitglieder leichter zugänglich machen können. Das heißt, sie auch ökonomisch und kulturell zu öffnen – egal ob für Flüchtlinge oder andere Migranten, Muslim/a oder nicht und sogar, wenn es sein muss, für einen Donald Trump. 

Mit Trump in den USA, Le Pen und Pegida in Europa: Wo können sich Migranten besser integrieren?

Dir gefällt das? Keinen piq mehr verpassen!

Kostenlos registrieren

6,7
Eine Stimme
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde Premium Mitglied! Für 3€ /Monat.

Jetzt upgraden

Kommentare 2
  1. Eric Bonse
    Eric Bonse · vor fast einem Jahr

    Nun ja, Frankreich definiert sich schon lange als Einwanderungsland, im Gegensatz zu Deutschland. Allerdings hat es mit der Integration nicht so gut geklappt - ähnlich wie in UK, Belgien etc. Ob das in Deutschland besser laufen wird, bleibt abzuwarten. Die Probleme kommen meist erst in der 2. oder 3. Generation...

    1. J. Olaf Kleist
      J. Olaf Kleist · vor fast einem Jahr

      Wie gesagt, die 'kulturelle Integration' ist in Europa sehr viel schwieriger für Migranten als in den USA. Das sieht man sowohl in Frankreich (mit seinem republikanischen Modell) als auch in Deutschland (mit dem traditionell ethnisch-exklusiven Modell). 'Probleme' der 2. und 3. Generation, was immer die seien mögen, gibt es in den USA eben nicht in dem Maße wie in Europa. Das ist aber auch keine Naturmäßigkeit, sondern eine Frage, wie wir eine Einwanderungsgesellschaft gestalten. Und da passiert halt gerade viel in Deutschland, was mich positiv stimmt. Von anderen Ländern zu lernen (z.B. Australien und Kanada, teils auch von UK und USA) ohne zu kopieren, scheint mir dabei sinnvoll; nur abwarten ist die falsche Strategie...

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Flucht und Vertreibung als Newsletter.