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Flucht und Einwanderung

Warum immer weniger Menschen im Mittelmeer gerettet werden

Fabian Goldmann
mal Journalist, mal Islamwissenschaftler, je nachdem

...hab damals den Einschreibungstermin für Theoretische Physik verpasst. Das hab ich jetzt davon.

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Fabian GoldmannSonntag, 21.10.2018

Zu den vielen Mythen über private Seenotretter im Mittelmeer gehört, dass diese dazu beitrügen, staatliche oder EU-Rettungsmissionen aus ihrer Verantwortung zu entlassen, indem sie ihnen - vereinfacht gesagt - die Arbeit wegnehmen. Dieses Gedankenkonstrukt ist wiederum verantwortlich für zunehmend beliebte dialektische Verrenkungen wie: "Ich bin gegen private Seenotretter aber das bedeutet nicht, dass ich will, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken" - am prominentesten vorgetragen von Mariam Lau in DIE ZEIT vor einigen Wochen.

Klingt nicht unlogisch, scheitert nur - wie viele Volksweisen zur Flüchtlingspolitik - an einer Sache: der Realität. Marcus Engert hat für Buzzfeed einmal untersucht, wie sich der Wegfall privater Seenotretter auf die Aktivitäten von EU-Rettungsmissionen ausgewirkt hat. Sein ernüchterndes Ergebnis:

"Die Schiffe der EU-Mission SOPHIA haben im Juni 2018 keinen einzigen Menschen aus dem Mittelmeer gerettet."

Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es trotz der vermeintlichen Konkurrenz privater Retter noch über 1.500 Menschen. Bezogen auf den Zeitraum Juni/Juli ergibt sich ein Rückgang bei den Rettungen von 2017 auf 2018 von 96,9 Prozent, der damit wesentlich höher ausfällt als durch die Entwicklung der Flüchtlingszahlen zu erwarten gewesen wäre.

Bei diesen statistischen Betrachtungen belässt es Marcus Engert glücklicherweise nicht, sondern versucht von Italiens Rechtsruck bis zu Europas Paktiererei mit libyschen Milizen nachzuvollziehen, wie es zu all dem kommen konnte.

Warum immer weniger Menschen im Mittelmeer gerettet werden

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Kommentare 1
  1. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 3 Jahren

    Eine krasse Analyse. Dass es im Juni tatsächlich auch deutlich mehr Tote (629!) gab, finde ich die erschreckendste Zahl des Berichts. Der im Beitrag gezeigte zeitliche Ablauf der verschiedenen Festsetzungen und Einlaufverbote der privaten wie auch EU-Rettungsmissionen macht deutlich, dass in der Rettung in diesem Zeitraum wirklich extrem widrige Umstände herrschten.

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