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Flucht und Einwanderung

Emily Dische-Becker
piqer: Emily Dische-Becker
Montag, 04.01.2016

Nach der Wilkommenseuphorie – strukturelle Diskriminierung und innerdeutsche Grenzen

Eine bewegende Auseinandersetzung mit der deutschen "Wilkommenskultur" von einer jungen syrisch-deutschen Autorin. In ihrem Aufsatz (der hier auch auf Englisch veröffentlicht wurde), untersucht Iman al Nassre ihre gespaltenen Gefühle angesichts der vielzelebrierten zivilgesellschaftlichen deutschen Großzügigkeit. Für sie ist auch die tatsächlich vorhandene Dankbarkeit syrischer Geflüchteter gegenüber Deutschland nicht unproblematisch. In den Augen der Autorin ist die schleichende strukturelle Diskriminierung, wie sie sich beispielswiese in niedrigen Erwartungen an die Schulleistung von Kindern mit Migrationshintergrund zeigt, fast schädlicher als der eher offenherzige Rassismus, den wir aus Pegida-Demonstrationen kennen und von dem wir uns (leicht) distanzieren. Auch Einwanderer, die als brave, integrierbare und „gute“ Immigranten gelten, schreibt al Nassre, werden nicht von rassistischen Vorurteilen bewahrt.

Nach der Wilkommenseuphorie – strukturelle Diskriminierung und innerdeutsche Grenzen
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