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Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Montag, 17.07.2017

Gegen Migration, für Flüchtlinge: Die Komplexität in Umfragen

Alle paar Monate erscheinen neue Umfragen, die entweder eine große Hilfsbereitschaft oder eine hohe Skepsis gegenüber Einwanderern belegen. Das Erstaunliche: diese Ergebnisse widersprechen sich nicht unbedingt. Eine neue Studie versucht einen differenzierteren Blick und unterscheidet fünf Typen in der Migrations- und Flüchtlingsdebatte. Während sich mit 22% bzw. 17% Prozent die Befürworter und Gegner einer Zuwanderungspolitik an den jeweiligen Enden des  Pro/Contra Spektrum befinden und die überwiegende Beachtung in Medien und Politik erfahren, so liegt die Mehrheit der Deutschen im differenzierenden Zwischenraum. Hier ist Schutz für Flüchtende durchaus gewollt, aber Migration wird ansonsten durch kulturelle oder wirtschaftliche Kriterien eingeschränkt. Dies ist nicht sonderlich verwunderlich, wird Migrationspolitik doch tatsächlich durch eine Vielzahl an Fakten und Politikfelder bestimmt. Gerade für den Wahlkampf mag eine solche Erkenntnis aber durchaus hilfreich sein: dass man Wähler*innen differenzierte Lösungen zumuten darf (und muss). Parolen nutzen weder guter Politik noch einer erfolgreichen Wahl. Wie eine sinnvoller differenzierte Migrations- und Flüchtlingspolitik aber aussehen mag, das ist eine ganz andere Frage. 

Gegen Migration, für Flüchtlinge: Die Komplexität in Umfragen
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Kommentare 1
  1. Ralph Diermann
    Ralph Diermann · vor 4 Monaten

    Danke für den guten Piq (und den Schluss, den Sie darauf ziehen). Die Umfrage straft all diejenigen Lügen, die von einer Spaltung der Gesellschaft durch die Migration sprechen. Vermutlich gibt es gerade unter Konservativen - so zumindest die Wahrnehmung aus meinem persönlichen Umfeld - viele, die Bauchschmerzen mit der Politik Merkels haben, sich aber für Einzelne engagieren, vielleicht aus einer christlichen Haltung heraus. Darauf lässt sich doch aufbauen.