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Flucht und Einwanderung

Die endlosen Chatprotokolle der AfD

Mohamed Amjahid
Buchautor und Journalist

Reporter, Kurator, Autor für deutsche und internationale Medien. Studium der Politikwissenschaft/Anthropologie. Themen: Weiße Mehrheitsgesellschaft, MENA, Autokratien, Kapitalismuskritik, Feminismus und kritische Theorie.

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Mohamed AmjahidDonnerstag, 02.12.2021

Diese Woche haben BR-Kolleg*innen in Bayern einen jahrelangen Chat unter AfD-Politiker*innen ausgewertet. Die Essenz des AfD-Chats: Rassismus, Menschenfeindlichkeit, Gewaltfantasien, radikale Ansichten und Wunschvorstellungen im Sinne eines "Bürgerkriegs" in Deutschland. AfDler tauschten sich darüber aus, Schweineköpfe an Moscheen abzulegen oder das System zu stürzen. Konkret äußerte sich Anne Cyron, seit 2017 für die AfD im Bayerischen Landtag, im Chat wie folgt: "Denke, dass wir ohne Bürgerkrieg aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen werden."

Solche Chats sind allerdings nichts Neues in den Reihen der rechtsextremen Partei. AfD-Figuren haben sich in der Vergangenheit häufiger entsprechend geäußert. Hier eine kleine Auswahl: 

Erst im Sommer haben ZDF-Journalist*innen Chats unter AfDlern ausgewertet und radikale Ansichten dort gefunden. Hier nur einige Auszüge: "Das Land wird Islamrepublik", Es gebe "Muslimische NoGo-Areas", "Kopftuchgeschwader mit Kinderwagen", "Invasoren in Europa", über Einwanderer heißt es: "Dreck, Müll, keine Weißen, keine Deutsche". 

Im Jahr 2018 haben AfD-Lokalpolitiker*innen aus Sachsen in einer geschlossenen Whatsapp-Gruppe wiederholt radikale und neonazistische Inhalte verbreitet. Die SZ hat damals darüber berichtet

In einem Chat wünschte Anfang des Jahres ein AfDler aus Cottbus einer Jugendlichen eine Vergewaltigung. Und das ist keine Ausnahme: Der ehemalige Schweriner AfD-Fraktionsvize Holger Arppe schrieb in Chats über Vergewaltigungsfantasien und beleidigte Parteikollegen. Er trat zurück, aber erst nach einer Veröffentlichung durch die taz und den NDR

In einer Chat-Gruppe, die die Ostthüringer AfD-Politikerin Anja Bergner einrichtete, soll der Holocaust geleugnet worden sein, berichtete der MDR Anfang des Jahres. 

Gegen Mitglieder der Telegram-Gruppe aus Bayern ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Wichtig dabei zu beachten: Diese Chats voller rassistischem, antisemitischem und neonazistischem Gedankengut und Gewaltfantasien sind lediglich ein Proxy und eine Illustration für die Gefahren, die von der AfD für die Gesamtgesellschaft ausgehen.



Die endlosen Chatprotokolle der AfD

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Kommentare 2
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 7 Monaten

    Ein Proxy? : - )

  2. Omar Adam Ayaita
    Omar Adam Ayaita · vor 8 Monaten

    Oft wird ja gefragt, wieso die AfD so oft gewählt wird, *obwohl* sie in vielen Bereichen rechtsradikal, rassistisch und anti-demokratisch ist. Nein, sie wird so oft gewählt, gerade auch *weil* sie in vielen Bereichen rechtsradikal, rassistisch und anti-demokratisch ist und weil diese Denkweisen noch immer in einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung tief verankert sind.

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