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piqer: Deine Korrespondentin
Freitag, 24.07.2020

Wirtschaftskrise im Libanon

Ausländischen Haushaltshilfen im Libanon fehlt das Geld für die Heimreise. Die Hausangestellten wurden teilweise jahrelang nicht bezahlt, manche sogar geschlagen und misshandelt. Viele von ihnen möchten nun zurück. Kurzfristige Hilfe bekommen sie von selbstorganisierten Aktivist*innen, wie Libanon-Korrespondentin Julia Neumann berichtet.

Seit Anfang Juni kommen mehr und mehr äthiopische Hausangestellte vor das Konsulat in Beirut, knapp 150 waren es Ende Juli. Sie übernachten tagelang im Freien, bis Hilfsorganisationen Zimmer bereitstellen. Die Frauen haben vor Jahren ihre Familien verlassen, um in libanesischen Haushalten zu putzen, zu kochen, Kinder zu betreuen. Nun möchten sie nur noch weg.

Der Libanon durchlebt die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Die Staatsschulden betragen umgerechnet 79 Milliarden Euro, knapp 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im September 2019 gab es die ersten Anzeichen, dass die Wirtschaft zusammenbrechen wird: Tankstellenbesitzer*innen streikten, weil das importierte Benzin zu teuer war. Seitdem verfällt der Wert der lokalen Währung. Mehl, Zucker und Reis kosten dreimal so viel wie noch vor einem Jahr. Tausende sind durch die Wirtschaftskrise arbeitslos geworden.

So auch viele der schätzungsweise 300.000 Migrant*innen, die im Service-Sektor beschäftigt sind. Männer reinigen meist Fenster, holen den Müll ab oder befüllen Autos mit Benzin an Tankstellen. Frauen arbeiten als Putzkräfte und Haushaltshilfen – häufig, damit die libanesischen Frauen arbeiten gehen können. Oftmals pflegen sie auch ältere Menschen, denn Altenpflege ist im Libanon Privatsache. Doch die ausländischen Haushaltshilfen sind im Libanon Menschen zweiter Klasse und leiden sichtlich darunter: „Human Rights Watch“ zählt statistisch pro Woche einen „unnatürlichen“ Todesfall, Suizid ist die meistverbreitete Todesursache. 

Wirtschaftskrise im Libanon
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