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Feminismen

Wie Millennials lernten, Elternschaft zu fürchten

Theresa Lachner
Journalistin / Systemische Sexualberaterin / Gründerin von LVSTPRINZIP
Zum piqer-Profil
Theresa LachnerFreitag, 15.12.2023

Wollen wir eigentlich Kinder, oder nicht? Eine der grundlegendsten Fragen, die sich ein Paar stellen kann. Bloß nicht zu früh, warnen Dating-Ratgeber. Aber natürlich auch nicht zu spät, weil, Ticktack und so.

Millennial Mom Dread is real, sagt dieser Artikel. Neben allem, was gerade wirklich schlecht läuft in der Welt und die berechtigte Frage aufwirft, ob man denn jetzt überhaupt noch Kinder bekommen sollte, und die zweite berechtigte Frage, ob man sich das in this Economy überhaupt leisten kann: warum sind gerade Millennials so ängstlich und dann auch oft unzufrieden in Sachen Nachwuchs? 

Ist es die vielzitierte Bindungsphobie oder die mediale Darstellung von Mutterschaft?

For at least the last decade, women my age have absorbed cultural messaging that motherhood is thankless and depleting, straining careers, health, and friendships, and destroying sex lives. Today, it’s genuinely difficult to find mainstream portrayals of moms who are not stressed to the brink, depressed, isolated, or increasingly resentful.

Wenn Frauen im Internet dann doch mal angeben, mit ihrer Mutterschaft eigentlich ganz happy zu sein, besteht direkt Generalverdacht: dass die nur wahnsinnig reich sein können, wahrscheinlich durch rechte Propaganda und Werbedeals finanziert. 

College-educated millennial women considering motherhood — and a growing number from Gen Z too — are now so well-versed in the statistics of modern maternal inequity that we can recite them as if we’d already experienced them ourselves. We can speak authoritatively about the burden of “the mental load” in heterosexual relationships, the chilling costs of child care, the staggering maternal mortality rates for Black women. We can tell you that women spend twice as much time as men on average doing household chores after kids enter the picture, that marriages with kids tend to suffer. We’re so informed, frankly, that we find ourselves feeling less like empowered adults than like grimacing fortune-tellers peering into a crystal ball.

Frühere Generationen hatten diese Statistiken noch nicht – aber gleichzeitig auch nicht die öffentliche Meinung, dass Kinder bekommen selbstsüchtig und moralisch falsch ist, und ganz bestimmt nur fürchterlich werden kann.

Und natürlich ist es richtig und wichtig, dass es all diese ehrliche Berichterstattung gibt – über Geburtstraumata, postnatale Depression, Einsamkeit und Kita-Viren. Aber gibt es auch positive und dennoch realistische Perspektiven auf die Elternschaft? Und zwar am besten welche, die nicht von reaktionären Parteien kommen?

When I started asking women about their experiences as mothers, I was startled by the number who sheepishly admitted, and only after being pressed, that they had pretty equitable arrangements with their partners, and even loved being moms, but were unlikely to say any of that publicly. Doing so could seem insensitive to those whose experiences were not as positive, or those in more frustrating relationships. Some also worried that betraying too much enthusiasm for child-rearing could ossify essentialist tropes or detract from larger feminist goals.

Klar ist es toll, dass Mutterschaft nicht mehr von einem Zuckerguss der Erfüllung aller mütterlichen Instinkte überzogen ist wie in den 1950er Jahren. Aber es braucht einen ehrlichen Diskurs – in mehr als eine Richtung.


Wie Millennials lernten, Elternschaft zu fürchten

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Kommentare 5
  1. Theresa Bäuerlein
    Theresa Bäuerlein · vor 2 Monaten

    Super interessante Perspektive, wie so vieles heute gibt es anscheinend auch hier eine Reaktion ins Gegenteil auf die Klischees von früher (die Zuckerguss-Mama). Es gibt ja auch viele Influencerinnen gibt, die ihr Leben als Mutter und Partnerin ziemlich negativ thematisieren… andererseits aber auch wirklich die, die es nach vor for idealisieren. Es scheint heute so schwierig zu sein, bei irgendeinem Aspekt des Frauseins ein Gefühl von Normalität zu haben.

  2. Michael Homborg
    Michael Homborg · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

    Okay, ich schreibe hier natürlich nur aus der Perspektive eines Vaters, noch dazu aus der eines "Late Daddy" (Emma wurde geboren, da war ich 39), aber was alle diese Diskussionen verpassen ist, dass man irgendwann spürt, dass man jetzt Eltern sein möchte, will, ja fast muss. Es ist, als wenn einem etwas im Leben fehlt, wenn man diese hoch emotionale neue Geburt des Selbst - eben als Eltern, mehr herbeisehnt als alles das was eben vorher sein musste: Indvidualismus, Auszug aus dem Elternhaus, Karriere, 1st True Love, promiskuitärer Sex, lange Partnerschaften, ... irgendwann ist man halt damit durch und dann tritt man gemeinsam mit dem (hoffentlich) gefundenen Partner in eine neue Phase ein: Eltern zu sein - es gibt nichts veränderndes und schöneres als das - für beide Partner.

    1. Monika Kienle
      Monika Kienle · vor 2 Monaten

      Ja, wenn diese Transition beide hinkriegen. Sie müssen nicht mal beieinander bleiben

    2. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · vor 2 Monaten

      Und vielleicht aber stellt sich auch nicht bei dem jedem Menschen selbstverständlich das Gefühl des Elternseinwollens ein, selbst wenn Dinge wie Individualität und Freiheit etc an Bedeutung verloren haben…

    3. Michael Homborg
      Michael Homborg · vor 2 Monaten

      @Theresa Bäuerlein Ja natürlich muss das nicht jede/n betreffen, ich kann nur aus der eigenen Erfahrung und der Erfahrung mit meiner persönlichen Umgebung berichten, ich habe da keine Empirik-Studie oder ähnliches anzubieten. Das müsste sich der/die Interessierte dann selber erschließen.

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