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Feminismen

Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Sonntag, 27.11.2016

Was ist aus der schwulen Wut geworden? Der amerikanische Lyriker C.A.Conrad über Glitter und Politik

Zum Wochenende der Hinweis auf ein längeres Essay des amerikanischen Lyrikers C.A. Conrad, das zum Besten gehört, was ich seit langem gelesen habe. Conrads zentrales Anliegen in diesem Text ist die Aufrechterhaltung jener schwulen Wut, die Stonewall, Bürgerbewegung und ACT UP ermöglicht haben. Conrad erinnert sich an den AIDS-Tod seines Partners Tommy, an den grausame Mord an seinem Freund Mark und wie dieser von einem homophoben Polizeibeamten vertuscht wurde, er erinnert sich an den Hass in seiner Schule und in seiner Familie, als man erfuhr, dass er schwul war. Die Wut, die für schwule Männer aus solchen Erfahrungen resultierte, ist aus heutigen Diskussionen verschwunden, obwohl diese Erfahrungen noch nicht lange zurückliegen. Heute ist das öffentliche Bild des schwulen Mannes von homonormativen, weißen, wohlhabenden Männern dominiert. Conrad sagt ihnen: Egal wie konformistisch und erfolgreich ihr seid, egal, wie viele Regenbogenaufkleber ihr auf Maschinengewehre klebt, vergesst nicht, dass ihr tief drin immer noch Freaks seid — und dass es euer Aufgabe ist, mehr Glitter in die Welt zu streuen.         

Was ist aus der schwulen Wut geworden? Der amerikanische Lyriker C.A.Conrad über Glitter und Politik
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