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Feminismen

Theresia Enzensberger
Journalistin und Herausgeberin des BLOCK Magazins
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piqer: Theresia Enzensberger
Donnerstag, 27.10.2016

Moira Weigel über das politische Potential der Liebe

Dass ich Moira Weigel toll finde, habe ich hier ja schon öfters kundgetan. Hier spricht sie mit Natasha Lennard darüber, ob "Liebe" radikale politische Wirkmacht haben kann, anstatt nur als Ablenkung zu gelten. 

Weigel geht durchaus kritisch mit dem Begriff der Liebe um. Als unveränderliches, metaphysisches Objekt schadet die Mystifizierung der romantischen Liebe vor allem der Frau, so Weigel. Es sei die scharfe Trennung zwischen "Liebe" und "Arbeit", die in einem kapitalistischen Kontext eine Ausbeutung möglich macht. 

Kritik übt sie allerdings auch an anderen antikapitalistischen Denkern: 

"The great irony is that, by romanticizing the feminine and the erotic, avowed anticapitalists like Baudrillard, Bourdieu and Zizek end up perpetuating one of the founding lies of modern capitalism. This may be its most important myth: that the work that women do in bearing and raising children is not work. It is simply part of nature. And nature is what you can take for free, without having to feel bad about it." 

Moira Weigel über das politische Potential der Liebe
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