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Feminismen

Barbara Streidl
Journalistin, Musikerin
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piqer: Barbara Streidl
Freitag, 16.09.2016

Linke Männer, hört mal her!? Geschlechterdifferenzen bei der Veröffentlichung von Büchern

Die Frankfurter Publizistin Antje Schrupp hat gerade ein Buch zum Bedingungslosen Grundeinkommen mitherausgegeben. Wer Antje Schrupp kennt, weiß, dass ihre politische Haltung feministisch geprägt ist. Ihr Wunsch war es, das Buch genau deshalb in einem „linken Männerverlag" unterzubringen, wie sie schreibt: Schrupp wollte ihre „Filter Bubble" verlassen — ein neues, zusätzliches Publikum erreichen. Und nebenbei eine Brücke über die Geschlechterkluft bauen.

Solch strategisches Denken finde ich bemerkenswert; denken Autorinnen und Autoren - und ihre Verlage nebst Entourage - doch meistens eher daran, wo das Publikum ist, das ein Buch mit Sicherheit kauft — frei nach dem Motto vom Bauern, der nur das isst, was er kennt. Ein verlegerisches Experiment, über das auf einen Schlag gleich mehrere Dinge zusammengebracht werden können, wird leider nur selten gewagt— und ist hier nicht zustande gekommen: Schrupps Buch ist in einem typischen Verlag für feministische Literatur, bei Ulrike Helmer, erschienen.

Linke Männer, hört mal her!? Geschlechterdifferenzen bei der Veröffentlichung von Büchern
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