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Feminismen

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piqer: Deine Korrespondentin
Mittwoch, 26.12.2018

Gendergerechte Sprache weltweit

Mit oder ohne Sternchen, das ist hier die Frage – zumindest für immer mehr Publikationen. Denn in der gesprochenen Sprache ist es schon lange Usus, die gendergerechte Form mitzuverwenden. Doch wie sieht es bei Zeitungen und Zeitschriften aus? Unsere Korrespondentinnen in Spanien, Israel, Peru, Frankreich und Kolumbien haben recherchiert, wie es mit dem Gendern in ihren jeweiligen Ländern aussieht. Das Ergebnis: Fast überall wird das Thema heiß diskutiert.

Zum Beispiel tobt in Spanien eine intensive Debatte darüber, ob man eine neue Schreibweise anwenden sollte. Die Königliche Sprachakademie RAE wird damit zum erbitterten Gegenspieler von Vizepräsidentin Carmen Calvo Poyato, die bei ihrem Amtsantritt – entgegen des Protokolls – sagte, dass sie einem Kabinett der Ministerinnen und Minister dienen wolle.

Auch Frankreich sucht die Debatte um die Angleichung von Titeln an ihre Trägerinnen in regelmäßigen Abständen heim. Heißt es „Frau Bürgermeister“ oder „Frau Bürgermeisterin“? „Frau Direktor“ oder „Frau Direktorin“? Jedes Lager hat dabei eine mächtige Institution auf seiner Seite: Die Regierung, die zuletzt 2017 in einem Rundschreiben die Feminisierung von Berufsbezeichnungen und Titeln für offizielle Dokumente vorgab, und die „Académie Francaise“.

Die jahrhundertealte staatliche Akademie ist die offizielle Wächterin über den Gebrauch der französischen Sprache. Ihre Chefin bezeichnete die Gendersprachregelung der Regierung im vergangenen Jahr als „autoritäre Feminisierung“, die dem Willen der meisten Bezeichneten widerspreche. Solche Vorschriften würden an das Vorgehen „totalitärer Staaten“ des 20. Jahrhunderts erinnern. Der Streit dauert schon seit Jahrzehnten an – ein Ende ist nicht in Sicht. 

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