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Europa

Pavel Lokshin
Der piqer hat bisher keine Tätigkeit eingetragen.

Als Journalist langjähriger Russlandbeobachter - zuletzt vor Ort in Moskau

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piqer: Pavel Lokshin
Dienstag, 08.03.2016

Russland: Feminismus als Schimpfwort

Zum Weltfrauentag haben die Kollegen von Dekoder.org ein faktenreiches Feature aus dem Wirtschaftsmagazin "Kommersant-Dengi" übersetzt, worin es um die paradoxe Rolle der Frau in der russischen Gesellschaft geht. Einerseits lebt Russland das Erbe des marxistischen Feminismus: Praktisch alle Russinnen im erwerbsfähigen Alter sind berufstätig, der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist mit 40 Prozent beachtlich - wohlgemerkt ohne Frauenquoten. Andererseits ist Russland noch lange keine progressive Gesellschaft im liberal-westlichen Sinne: Sexismus ist omnipräsent, etwa in der Werbung und am Arbeitsplatz. Jährlich sterben tausende Frauen an den Folgen häuslicher Gewalt; für den russischen Staat ist das kein politisches Problem. Und was ist mit dem Feminismus? Dieses Wort sollten Sie in Russland lieber nicht benutzen.

Russland: Feminismus als Schimpfwort
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Kommentare 1
  1. Juliane Becker
    Juliane Becker · vor fast 2 Jahren

    Am schönsten ist der Absatz darüber, dass man sogar gebildeten Leuten den Feminismus erklären muss. "Eine Feministin ist ein Mensch, der in mehreren früheren Inkarnationen ein Mann war und dann plötzlich, völlig unerwartet, als Frau auf die Welt kommt“, so der Crashkurs auf einer Website. „Natürlich ist dieser Mensch schockiert. Er ist empört! Vielleicht war er im vorigen Leben Fallschirmjäger. Und auf einmal wird er wie eine Frau behandelt. Soll Kinder gebären, Essen kochen und statt Granaten feurige Blicke werfen. Nichts ist schlimmer für einen gestandenen Mann, als für eine Frau gehalten zu werden! Und wütend beginnt er, für seine Rechte zu kämpfen.“ Supergeil!