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Europa

Alexander Wragge
piqer: Alexander Wragge
Dienstag, 19.07.2016

Nehmt den Populisten die Türkei-Frage weg

Führt die Türkei die Todesstrafe wieder ein, dann war's das. Dann ist Schluss mit den EU-Beitrittsverhandlungen, hört man jetzt aus Brüssel und Berlin. Doch diese rote Linie braucht es gar nicht mehr, meint der amerikanische EU-Journalist Dave Keating in seinem Blog brussels2berlin. Seine Forderung: Macht einfach sofort Schluss mit dem Theater. Dass die Türkei jemals der EU beitrete, sei so wahrscheinlich wie der Beitritt Mexikos zu den USA.

"Everyone in Brussels knows that Turkey will never be part of the EU, or at least not in our lifetimes."

Keatings Position ist nicht unbedingt originell. Interessant ist die Begründung. So nütze das Festhalten an den Beitrittsverhandlungen allein Europas Rechtspopulisten:

Unless the EU ends this charade, it will be exploited by other populists across Europe in the coming months and years - particularly by Marine Le Pen in next year's French presidential election.

Tatsächlich ist die Drohkulisse Türkei-Beitritt zu so einer Art Lieblingsspielzeug für Angstmacher aller Art geworden, wie Keating es besonders schön am Beispiel der Brexit-Kampagne zeigt. Da bogen sich echt mal die Balken.

Nehmt den Populisten die Türkei-Frage weg
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