Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Europa

Thomas Wahl
Dr. Phil, Dipl. Ing.
Zum piqer-Profil
piqer: Thomas Wahl
Samstag, 20.10.2018

Europas Interessen liegen jenseits der Ideologie

Auch wenn man seiner Sicht nicht immer folgen mag, Jürgen Trittin ist gut für eine dezidierte und überdenkenswerte Argumentation. Das gilt u. a. für seinen Blick auf Gauweiler hier im Artikel.

Die Empfehlung Trittins, auf den Tod des alten Westens mit einer entideologisierten Interessenpolitik Europas zu antworten, ist nachzuvollziehen. Aber das gilt nicht nur für das schöne Selbstbild vom liberalen Westen. Auch das Bild vom an allem Schuldigen wäre zu entschleiern. Was für den Westen gilt:

Es ist Zeit, sich ehrlich zu machen:  die Politik Europas und der Vereinigten Staaten im weiteren Nahen Osten stand seit mehr als einem halben Jahrhundert unter dem Vorzeichen brutaler Interessenpolitik.

Trifft genauso auf alle anderen Akteure zu - damals wie heute. "Wertfreier Interessenopportunismus" ist uralt und keine Erfindung Machiavellis oder des Westens. Und er traf wohl nie die wirklichen "Interessen".

Wenn man also die Idee von den gemeinsamen Werten und Idealen als ideologisch grundiert sieht, bleiben die gemeinsamen Interessen - wie auch immer man die bestimmt.

Die Ideale hatten Europa und Amerika in der Praxis oft selbst nicht vorgelebt. Aber sie hatten gemeinsame Interessen: offene Märkte, die Herrschaft des Rechts. Sie stützten die Weltbank, den IWF, die Welthandelsorganisation und die Nato. Diese Gemeinsamkeiten erodieren schon länger, etwa beim IWF. Nun aber geht Trump mit der Abrissbirne gegen die gemeinsamen Institutionen wie WTO und G7 vor und führt, ... einen Wirtschaftskrieg gegen Europa.

Trittin hat recht, in der sich herausbildenden „multipolaren Unordnung“ kann Europa mit seiner Wirtschaftsmacht, seiner relativ wohlhabenden Gesellschaft nicht neutral bleiben. Es würde zum Spielball fremder Mächte. Europa muss sich also seiner Verantwortung entsprechend seiner Interessen und Potentiale stellen. Über den Satz und die Rolle des Militärischen muss man sicher streiten:

Doch die europäische Verantwortung hat sich nicht zuerst, sondern zuletzt militärisch zu beweisen.

Europas Interessen liegen jenseits der Ideologie
8,6
5 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 1
  1. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor mehr als ein Jahr

    Man findet den Artikel auch hier:
    https://blendle.com/i/...

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Europa als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.