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Europa

Simone Brunner
Freie Journalistin

Freie Journalistin aus Wien mit Fokus auf Ukraine, Belarus und Russland. Schreibt für das Journalistennetzwerk n-ost (Link: http://ostpol.de/autoren/view/812).

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piqer: Simone Brunner
Sonntag, 19.06.2016

Die europäische Linke und der Kreml

Die Verbindungen zwischen mächtigen russischen Akteuren und den EU-Rechtspopulisten sind bekannt. Aber wie sieht es eigentlich mit den Linkspopulisten in der EU aus? Lóránt Gyori und Péter Krekó, die schon vor zwei Jahren einen Bericht über Russlands rechte Freunde in der EU geschrieben haben, haben sich diesem Aspekt angenommen, vor allem mit dem Fokus auf Ukraine und Syrien. 

Es erstaunt mich immer wieder aufs Neue, wie die Linkspopulisten - auch mehr als zwei Jahre nach der Krim-Annexion und dem Ausbruch des Krieges in der Ostukraine - eine derart verzerrten und fast an Verschwörungstheorien grenzende Wahrnehmung von Osteuropa haben können. Es gehört schon eine gehörige Portion Ignoranz, Unkenntnis und möglicherweise auch ideologische Verblendung dazu, als erklärte Anti-Faschisten einerseits den Maidan - einen über viele Monate hinweg friedlichen, selbst-organisierten und von der breiten Bevölkerung getragenen Protest - zu einem Putsch der Rechten abzustempeln, und zugleich einen pro-russischen Separatistenführer zu hofieren, der für seine antisemitischen Aussagen bekannt ist (Die Linke). Oder als erklärte Anti-Imperialisten Russland ein quasi-natürliches Vorrecht auf die Führungsrolle in den ehemaligen Sowjetstaaten zuzugestehen und diesen Ländern somit jegliche Souveränität abzusprechen (Podemos-Chef Iglesias im ZEIT-Interview). 

Ein guter Überblick über die nicht minder gruselige Verehrung der europäischen Linken für das russische politische System. 

Die europäische Linke und der Kreml
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Kommentare 1
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor mehr als einem Jahr

    Das erschreckt mich auch. Suchen etliche Linke einen "starken Mann", der ihre prekäre Lage verbessern kann und finden ihn ausgerechnet in Putin?