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Zukunft und Arbeit

Vorbild Microsoft - Ab sofort unbegrenzte Zahl an Urlaubstagen

Ole Wintermann
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Ole WintermannDonnerstag, 12.01.2023

Der Plattform "The Verge" liegt ein internes Microsoft-Memo vor, in dem angekündigt wird, dass Angestellte von Microsoft in den USA zukünftig eine nicht limitierte Zahl von jährlichen Urlaubstagen werden nutzen können. Diese Regelung gilt aufgrund national anders ausgestalteter Regeln zum Urlaubsanspruch nur in den USA und auch nicht für Menschen, die auf Stundenbasis für Microsoft arbeiten.

Damit geht Microsoft in beeindruckender konsistenter Weise den Weg der letzten Jahre weiter, in dem das Unternehmen den Angestellten immer mehr freigestellt hat, wo, wann und wie die Arbeit für den Arbeitgeber erledigt wird.

Neben der unbegrenzten Zahl an Urlaubstagen wird es weitere 10 zugesicherte Urlaubstage für besondere Anlässe (Trauerfälle et al.) geben. Microsoft denkt selbst an die Angestellten, die nicht genutzte Urlaubstage in das Jahr 2023 mitgenommen haben; diese werden ausgezahlt.

Ich halte diesen Schritt von Microsoft für absolut wegweisend, zeigt er doch, dass das Unternehmen die Angestellten als mündige Arbeitnehmer wahrnimmt, die über das Aufenthaltsbestimmungsrecht und die eigene Arbeitsplanung vollumfänglich selbst bestimmen können. Die Konkurrenz von Technologiefirmen untereinander um die Fachkräfte lässt hoffen, dass sich dieser Wandel auch in anderen Unternehmen – und in Deutschland speziell auch in den KMU – weiter fortsetzen wird.

Vorbild Microsoft - Ab sofort unbegrenzte Zahl an Urlaubstagen

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Kommentare 8
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 17 Tagen · bearbeitet vor 17 Tagen

    und nur zur Sicherheit - Diese Urlaubstage sind alle bezahlt?

    unabhängig davon: so gut es ist wenn einzelne US-Firmen ihren Arbeitnehmern Dinge gönnen, die wie bei uns in normalen Sozialstaaten gängig sind und auch Boni anbieten, um Fachleute zu binden -
    sollten diese ach so sozialen innovativen Firmen lieber ihr Engagement nutzen und die Gesetze dementsprechend verbessern...

    Aber richtig: dann ist es ja kein großer Wettbewerbsvorteil.
    Also dann sollten eigentlich die Konkurrenzfirmen für diese Gesetze sorgen... oder?

    Wir wollen daher lieber bei aller Begeisterung für die netten US-(Silicon- Valley-)Firmen nicht vergessen, dass Amerika kaum AN-Schutz kennt, nicht mal Mutterschutz gesetzlich garantiert etc.

    und ja: viele innovative neue Arbeitsplatz-Möglichkeiten führen häufig zur Selbstausbeutung, weil nämlich im Gegensatz zum neoliberalen Vorurteil Arbeitnehmer gern oder doch zumindest engagiert arbeiten, und wenn sie sich geschätzt fühlen oder wie leider oft wenn sie stark abhängig von ihrem Arbeitgeber sind, auch bereit sind, mehr als vertraglich vereinbart zu arbeiten zu leisten...

    1. Ole Wintermann
      Ole Wintermann · vor 17 Tagen

      Moin, ja. Das alles ist richtig. Dennoch kann es ja Sinn machen und interessant sein, sich mal alternativen Formen des Arbeitens, die dort ausprobiert werden, anzuschauen. Oder?

  2. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor 20 Tagen

    Warum braucht es bei einer unbegrenzten Zahl von Urlaubstagen noch 10 Tage zusätzlich bei besonderen Anlässen?

    1. Ole Wintermann
      Ole Wintermann · vor 18 Tagen

      Ich habe die Regelung so verstanden, dass diese 10 Tage "garantiert" sind. Die freien Urlaubstage sind ja letztlich nicht wirklich garantiert, da jederzeit übergeordnete organisatorische Gründe die Angestellten dazu zwingen können, auf ihren Urlaub zu verzichten.

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 18 Tagen
  3. Hannes Rauhe
    Hannes Rauhe · vor 20 Tagen · bearbeitet vor 20 Tagen

    Bei Salesforce hat dieses Modell dazu geführt, dass viele jüngere Mitarbeiter sich in einen eigenartigen Wettbewerb begeben, so wenig Urlaub wie möglich zu nehmen.
    Da der Urlaub nicht mehr erfasst wird, gibt es dementsprechend auch keinen Zwang mehr, tatsächlich Urlaub zu nehmen.
    SAP hat kürzlich die Vereinbarung aufgehoben, dass die gesammelten Urlaubstage nicht im nächsten Jahr verfallen. Auch das hatte zuvor dazu geführt, dass jüngere Arbeitnehmer keinen Urlaub gemacht haben und sich stattdessen bei der Kündigung haben auszahlen lassen. Jetzt verfallen die Tage wie in Deutschland üblich und der Urlaub wird in der Regel auch genommen.

    Es ist ein zweischneidiges Schwert.

    1. Franz Kaspar
      Franz Kaspar · vor 20 Tagen

      Exakt. Solche angeblich gönnerhaften Angebote befördern den Typus des Arbeitskraft-Unternehmers (Pongratz / Voß), wo Angestellte sich selbst führen müssen (ohne dafür bezahlt zu werden) und Gefahr laufen in einen ungesunden Wettbewerb untereinander zu geraten.

    2. Ole Wintermann
      Ole Wintermann · vor 20 Tagen

      @Franz Kaspar Danke für die Anmerkungen. Auf jeden Fall dürfte es bei einem Teil der Angestellten zu dieser Selbstausbeutung kommen. Dasselbe wurde ja auch schon beim breiten Übergang zu Remote Work beobachtet. Allerdings galt auch im Fall von Remote Work erstens, dass Schulungen zum Selbstmanagement elementar wichtig waren und zweitens, dass es im dortigen Fall halt eine übergroße Mehrheit von Angestellten gab, die diese Flexibilität begrüßt haben. Genauere Zahlen zu diesem Punkt sind im Digital Index der Initiative D21 nachzulesen.

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