Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Zukunft und Arbeit

Über die Relevanz der Scham bei automatisierten Gesundheits-Dienstleistungen

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
Zum User-Profil
Cornelia DaheimMontag, 28.05.2018

Allison Pugh, Soziologin, schreibt im New Yorker über die Rolle der Scham für automatisierte Gesundheits-Dienstleistungen. Sie beginnt mit der Geschichte eines künstliche Intelligenz (KI)-basierten Programms aus Boston, das dort eingeführt wurde, um Patienten, besonders solche mit geringem Einkommen, bei der Entlassung zu unterstützen. Die überraschende Erkenntnis bei der Nutzung: der Großteil der Patienten bevorzugte die Interaktion mit einem Programm gegenüber Kontakt zu einem Menschen – weil sie sich dann weniger schämten, wenn sie zum Beispiel lang brauchten und viel nachfragen mussten, um etwas zu verstehen. Pugh nutzt diese Geschichte als Ausgangspunkt um die Frage, wie wir in diesem Kontext mit KI umgehen sollten: 

Most contemporary writing about A.I. fixates on the vital concerns of job disruption, privacy, and algorithmic bias. But there is an equally important conversation to be had about shame and vulnerability. 

So scheint es zum Beispiel, als wären Menschen im Umgang mit KI ehrlicher. Und das könnte ethische Implikationen haben, wenn KI zum Beispiel bei Befragungen durch Sicherheitsbehörden eingesetzt wird (einen Test-Fall gibt es offensichtlich schon, genutzt bei "border screenings"). Ebenso würde man bei Gesundheitsdienstleistungen erst einmal annehmen, es sei positiv, wenn Angebote existieren, die bei Nutzern zu weniger Schamgefühlen führen. Aber auch hier sind die Effekte komplex, denn gerade das Lösen von Scham durch eine wertschätzende Interaktion kann ein wesentlicher Hebel zur Verbesserung von Problemen sein (im hier genannten Beispiel ging es um Beratung zu gesundheitsförderndem Verhalten, wie bei der Ernährungsumstellung). In anderen Fällen scheint zu gelten, dass KI sogar "is not just 'better than nothing' but, indeed, better than humans". Damit liefert der Text eine interessante Perspektive zur Frage, was die zunehmende Interaktion mit künstlicher Intelligenz mit uns macht, und wie wir sie sinnvoll nutzen können. 

Über die Relevanz der Scham bei automatisierten Gesundheits-Dienstleistungen

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Zukunft und Arbeit als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.