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Zukunft und Arbeit

Gabriela Westebbe
Diplom-Kauffrau, Wirtschaftspsychologin, eDidaktikerin
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piqer: Gabriela Westebbe
Sonntag, 18.09.2016

Mediennutzung in den Betrieben – sehr viel Luft nach oben in Deutschland

Deutschland ist auch Entwicklungsland, was die Nutzung der neuen Medien in den Betrieben anbelangt. Weder zum Lernen noch zum Arbeiten wird das Potenzial der digitalen Medien genutzt. Zwar sind Desktop-PCs nahezu flächendeckend in den deutschen Betrieben vorhanden, doch auch deren Einsatzmöglichkeiten werden längst nicht ausgeschöpft.

Die soeben veröffentlichte Analyse, die TNS Infratest im Auftrag des BiBB (Bundesinstituts für Berufsbildung) durchgeführt hat, zeigt deutlich auf, dass noch reichlich zu tun ist, um deutsche Betriebe fit für die digitale Zukunft zu machen.

Einige Ergebnisse im Überblick:

  • Die Gerätenutzung ist an die Hierarchie gekoppelt: Tablets werden häufig nur in der obersten Führungsebene genutzt.
  • In Branchen mit wechselnden Einsatzgebieten ist die Nutzung von mobilen Geräten - in erster Linie Smartphones – eher verbreitet.
  • Je kleiner der Betrieb, desto eher ist die Nutzung privater Geräte erlaubt.
  • Digitale Geräte werden vor allem zur Informationsbeschaffung und zur externen Kommunikation und Kooperation eingesetzt.
  • Gängige Bürosoftware ist das verbreitetste und nahezu täglich genutzte Medienformat. Mit Ausnahme von sozialen Netzwerken werden die Web 2.0 Formate nur ganz selten genutzt.
  • In der Ausbildung spielen die klassischen Medien nach wie vor die bei weitem wichtigste Rolle. Technologische Neuentwicklungen finden kaum Anwendung. Das wird auch für die Zukunft so prognostiziert.
  • Auszubildenden wird zwar eine grundsätzliche Kompetenz im Umgang mit digitalen Geräten zugesprochen, trotzdem bewerten viele Betriebe die IT-Kompetenz ihrer Nachwuchskräfte als unzureichend.
  • Insgesamt wird deutlich, dass die Betriebe Anschaffung und Pflege von betriebsspezifischer Software und Lernsoftware als zu hoch einschätzen.

Mit Blick auf „Arbeit 4.0“ bleibt nur festzuhalten: Es ist viel zu tun! „Das umfasst die Synchronisation von Technologie/Infrastruktur, die Organisationsentwicklung und die Qualifizierung der Beschäftigten.“

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