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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Freitag, 24.06.2016

Kann ein einzelner CEO die Unternehmenskultur verändern?

Vor kurzem erst hatte Microsoft Deutschland eine vielzitierte Studie zu Digitalisierung und Führungskultur veröffentlicht (hier und hier und hier), deren Ergebnisse regelmäßige Piqd-Leserinnen sicher nicht überraschen werden. Die jedoch gerade in Deutschland gar nicht häufig genug hervorgehoben werden können, um den Digitalen Wandel und die damit verbundenen Konsequenzen in die Köpfe auch der hiesigen Unternehmensführungen zu bekommen.

Passend dazu erschien nun am 24. Juni im Wirtschaftsblatt ein Interview mit dem Telekom-Austria-Group CEO Alejandro Plater, der den Konzern innerhalb von neun Monaten komplett umkrempelte, um Mitarbeiterinnen und Managerinnen fit für die digitale Zukunft zu machen.

Im Zusammenhang mit KI und IOT sieht Plater einschneidende Umwälzungen (nicht nur für seine Branche), die z.B. dringend die Bereitstellung von leistungsfähigeren Netzen für längst bestehende Anwendungen erfordert.

Vor allem aber setzt er auf interne Umstrukturierungen, um höhere Diversität und Agilität zu gewährleisten. So beorderte er 30% Prozent Frauen in die Führungs-Spitze. Bei mehr als 50% weiblichen Kunden ist diese Maßnahme eigentlich nur folgerichtig.

Er gründete die Business Digital Unit sowie Leadership-Teams, die neben den CEOs auch andere Personen umfassen. Agil, weniger bürokratisch, weniger hierarchisch.

„So werden Unternehmen heute geführt”, ist Plater überzeugt.

Große Worte, an denen er sich irgendwann wird messen lassen müssen. Zumindest aber zeigt das Interview, dass mit Plater in der Austria Group jemand den Mut und die Weitsicht besitzt, den Wandel umzusetzen, der hierzulande noch Microsoft-Studien braucht, um irgendwann (hoffentlich!) auch in den Köpfen anzukommen. 

Kann ein einzelner CEO die Unternehmenskultur verändern?
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