Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Zukunft und Arbeit

Karsten Lemm
Reporter
Zum piqer-Profil
piqer: Karsten Lemm
Montag, 06.02.2017

Der überraschende Erfolg der 30-Stunden-Woche – dort, wo ihn niemand erwartet hatte

Weniger Arbeit, weniger Stress, weniger krankheitsbedingte Ausfälle – das war der Gedanke bei einem Versuch mit der 30-Stunden-Woche in einem staatlichen Pflegeheim in Göteborg. Dabei stellte sich schnell heraus, dass das Experiment nicht finanzierbar war: „Die 30-Stunden-Arbeitswoche ist schlicht zu teuer. Wir können uns das nicht leisten.“, erklärte Göteborgs Oberbürgermeisterin gegenüber der NZZ. „Unser Ziel muss es sein, solche Arbeitsbedingungen zu schaffen, dass die Angestellten mit einem Achtstundentag in ihrem Job zufrieden sind.“

Überraschenderweise hat sich der verkürzte Arbeitstag anderswo in der Stadt als hochprofitabel erwiesen: Die örtliche Niederlassung des japanischen Autoherstellers Toyota fährt in Göteborg zwei 6-Stunden-Schichten, um ihre Werkstätten besser auszulasten. Das Ergebnis: glücklichere Kunden, produktivere Mitarbeiter, mehr Umsatz.

Sicher kein Modell, das sich verallgemeinern lässt – aber ein Beispiel, das zeigt: Jede Idee hat ihren Platz. Nur manchmal dort, wo ihn keiner vermutet hätte.

Der überraschende Erfolg der 30-Stunden-Woche – dort, wo ihn niemand erwartet hatte
9,1
9 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied für unter 4€ pro Monat!