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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Dienstag, 22.11.2016

Auf in die Idioten-freie Arbeitswelt?

In der Debatte zur Künstlichen Intelligenz (KI) beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung ging es nicht nur um Programme, die denken können oder sollen wie ein Mensch. Diskutiert wurden besonders Anwendungen, die den Menschen durch die Abarbeitung von Prozessen entlasten. Damit kamen Fragen auf: Was passiert, wenn KI nicht allein in der Fertigung zum Einsatz kommt, sondern auch zum Beispiel Verwaltungstätigkeiten übernimmt? Was geschieht mit denen, die diese Arbeit bisher erledigt haben? Der Artikel fasst die Debatte auf der Veranstaltung zusammen, bei der besonders Yvonne Hofstetter, die selbst ein Big-Data-Unternehmen leitet, vor den Folgen verstärkter Arbeitslosigkeit warnte.

Hängen bleibt: Diese gesellschaftlichen Kosten weit verbreiteter und den Menschen ersetzender KI sind nicht einfach abzuschätzen und auszugleichen. Und es geht nicht nur um die Gefahr der Massenarbeitslosigkeit. Google, Facebook und Microsoft unternehmen gewaltige Anstrengungen, um so viele KI-Forscher als möglich zu verpflichten und die eigene Marktmacht auszubauen. Die Gewinne aus der KI werden also momentan privatisiert, die Verluste – wenn die Gesellschaft nicht bewusst gegensteuert – tragen alle. Da könnten am Ende sehr viele zu den „Idioten“ zählen, von denen die Arbeitswelt befreit wird. Spannend ist zudem die Sicht des Philosophieprofessors Markus Gabriel, der nicht an eine zukünftige KI glaubt, die den Fähigkeiten des Menschen nahe oder gleich kommt, und der für weniger schwarz-weiße Positionen in der Sicht auf KI plädiert. Auch hier gibt es keine eindeutigen Antworten auf die drängenden Fragen, aber immerhin ist das Thema in den Wirtschaftsgipfeln angekommen. 

Auf in die Idioten-freie Arbeitswelt?
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