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Feminismen

"It is obscene" – Chimamanda Ngozi Adichies wütender Essay

Theresa Lachner
Journalistin / Systemische Sexualberaterin / Gründerin von LVSTPRINZIP

Theresa Lachner ist Chefredakteurin, Systemische Sexualberaterin und Gründerin des größten deutschsprachigen Sexblogs LVSTPRINZIP, sowie des gleichnamigen Buchs und Podcasts. Sie schrieb u.a. für Business Punk, NEON, Spiegel Online, ZEIT und diverse Frauenzeitschriften.

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Theresa LachnerDonnerstag, 17.06.2021

Feminismus? Sagen wir mal so, es ist kompliziert gerade im Internet. Das erfährt auch Chimamanda Ngozi Adichie, Autorin von Bestsellern wie "We should all be feminists" am eigenen Leib.

In ihrem Essay "It is obscene", den sie auf ihrer Website veröffentlicht hat, beschreibt sie ausführlich, wie zwei ihrer literarischen Protegés erst von ihrem Erfolg profitieren wollten und dann das Internet gegen sie aufhetzten. Laut Guardian wurde dieser sehr wütende Essay so oft aufgerufen, dass kurzzeitig ihre Website down war. 

“We have a generation of young people on social media so terrified of having the wrong opinions that they have robbed themselves of the opportunity to think and to learn and to grow.”

schreibt Adichie. Von Virtue Signaling, das für den öffentlichen Raum betrieben wird, aber sich nicht auf die intime Loyalität in Freundschaften ausdehnt. Von Menschen die "Educate yourself" tweeten, aber selbst keine Bücher lesen,

because by ‘educate,’ they actually mean ‘parrot what I say, flatten all nuance, wish away complexity.’

Adichies Fazit ist düster:

The assumption of good faith is dead. What matters is not goodness but the appearance of goodness. We are no longer human beings. We are now angels jostling to out-angel one another. God help us. It is obscene.


"It is obscene" – Chimamanda Ngozi Adichies wütender Essay

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Kommentare 3
  1. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 4 Monaten

    Wichtiger, krasser Text. Ebenso düster und bestürzend wie den im piq zuletzt zitierten Absatz finde ich diesen, vom Anfang des dritten Teils des Essays:
    "In certain young people today like these two from my writing workshop, I notice what I find increasingly troubling: a cold-blooded grasping, a hunger to take and take and take, but never give; a massive sense of entitlement; an inability to show gratitude; an ease with dishonesty and pretension and selfishness that is couched in the language of self-care; an expectation always to be helped and rewarded no matter whether deserving or not; language that is slick and sleek but with little emotional intelligence; an astonishing level of self-absorption; an unrealistic expectation of puritanism from others; an over-inflated sense of ability, or of talent where there is any at all; an inability to apologize, truly and fully, without justifications; a passionate performance of virtue that is well executed in the public space of Twitter but not in the intimate space of friendship.

    I find it obscene."

    1. Michaela Maria Müller
      Michaela Maria Müller · vor 4 Monaten

      Das ging mir genauso. Er bringt Dinge auf den Punkt, die ich so bisher noch nicht benennen konnte, z.B. das virtue signaling. Social Media, RL und Freundschaft sind manchmal leider toxisch in Verbindung miteinander.

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Monaten

      Ich wundere mich eigentlich nicht wirklich. Die ganzen in den sozialen und sonstigen Medien ausgetragenen Erregungswellen mit ihren wechselseitigen Beschuldigungen und Beschimpfungen sind doch nur teilweise "reinen Herzens". Es sind nach meinem Empfinden allzu oft Schlachtfelder der Selbstinszenierung/-erhöhung und der versuchten Erniedrigung postulierter Gegner.

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